
Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die Einführung des Persönlichen Budgets ausdrücklich begrüßt. SoVD-Präsident Adolf Bauer warnte heute zugleich davor, dass es durch Kürzungen ausgehöhlt werde. Bauer würdigte, dass erstmals trägerübergreifend Leistungen als Geldleistungen zur Verfügung gestellt werden. Dies sei ein Schritt zu mehr Selbstbestimmung für behinderte Menschen, da die Organisation einer persönlichen Assistenz erleichtert wird. Dies stärke die ambulante Versorgung. Der Sozialverband befürchtet allerdings, dass diese positive Wirkung des Persönlichen Budgets durch Leistungskürzungen zum 1. Januar 2005 zunichte gemacht wird. Denn bei «Hilfen in besonderen Lebenslagen», die in das Budget fließen, wird ab dem 1. Januar 2005 das Einkommen stärker angerechnet. «Durch diese verschärften Anrechnungsregeln will die Bundesregierung 45 Millionen Euro einsparen. Für viele Behinderte bedeutet dies, dass sie künftig weniger Leistungen für persönliche Assistenz erhalten werden. Dies trifft vor allem berufstätige Behinderte, bei denen künftig ein höherer Anteil des Einkommens angerechnet wird. Diese Regelung erschwert die berufliche Integration behinderter Menschen und muss rückgängig gemacht werden», betonte Bauer. sch