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kobinet-nachrichten
09.07.2004 - 08:44
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

München (kobinet) Unter großer Anteilnahme fand vor kurzem im Löwenbräukeller der 22. Münchner Pflegestammtisch statt. Neben Vertretern der Fraktionen des bayerischen Landtages, kamen auch die bayerische Staatministerin für Soziales Stewens und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, um an einer lebhaften und emotionalen Diskussion über Menschenrechtsverletzungen in Alten- und Pflegeheimen in einem völlig überfülltem Saal teilzunehmen. Neben den leider schon üblichen so genannten «Pflegeerleichternden Maßnahmen» wie Windeln oder die Nahrungszuführung via Magensonde, lehnten die prominenten PolitikerInnen auf Nachfragen des Aktivisten der VIF Claus Fussek, diese und andere die Würde verletzende Maßnahmen für sich selber natürlich ab. In der Frage, ob es in Zukunft auch Doppelzimmer in Heimen geben solle, befürwortete dies die Ministerin Stewens für den Kreis der Sozialhilfeempfänger. Vom Publikum und von allen Rednern wurde dieser Gedanke allerdings rigoros und lautstark abgelehnt. Bei dem Versuch Lösungen zu diskutieren, bei dem auch VertreterInnen der Krankenkassen, Bezirke und Landtagsfraktionen zu Wort kamen, wurde dann aber doch wieder nur der Schwarze Peter hin und her geschoben. Ein kleiner, aber sofort umsetzbarer Vorschlag wurde von Andreas Vega, Vorstandsmitglied des VbA-Selbstbestimmt Leben e.V. und Leiter des VbA Reisedienstes für Rollis, vorgebracht. In seinem Projekt mit dem Titel «Zum Hatschn fahrn» sollen Partner gefunden werden, die Tagesausflüge für Seniorenheime aus München und Umgebung durch eine Spende ermöglichen. Der Reisedienst für Rollis organisiert dann diese Ausflüge und bringt die zum Teil schwer behinderten Senioren in seinen rollstuhlgerecht ausgestatteten Reisebussen an ein schönes Ziel im bayerischen Umland. «Mein Schlüsselerlebnis war die trostlose Situation in einem großen Münchener Altenheim, die ich bei der letzten Europawahl vorfand», erzählt Vega. «Immer wenn ich zum wählen durch den einzigen barrierefreien (Hinter) Eingang zum Wahlraum in diesem Heim rolle, muss ich eine komplette riesige Station kreuzen. Hier bot sich mir ein Bild des Schreckens. Die Leute sitzen auf dem Flur vor ihren Zimmern und warten auf den Tod. Das muss man doch ändern, wenigstens für einen Tag im Jahr», erklärte Vega. Der Vorschlag von Vega wurde sehr positiv aufgenommen und man darf gespannt sein, ob sich «Paten» für diese einfache und schnell umzusetzende Idee finden. omp
Jörg Kittenbacher schrieb am 07.03.2008, 17:58
Finde es eine Sauerei, wie negativ die Altenheime hingestellt werden!!!
Klar gibt es schlechte, aber auch gute. Ich arbeite als Altenpfleger und man muß sich ja schon wegen den Beruf schämen, so schlecht wie der Beruf gemacht wird!!!
Das wenig Personal in den Altenheimen ist leigt an denTräger und nicht am Personal.
In den Pflegeheim in den ich arbeite, läufs auch nicht unbedingt immer gut, aber die Patienten sind wirklich gut versorgt und wir gehen auf die wünsche der Pat. ein.
Mir geht es nur darum, das es andere Altenheime auch gibt und nicht nur schlechte so wie es im moment immer hingestellt wird!!!!!
LG
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