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15.07.2004 - 18:21

Rürup-Vorschläge abgelehnt.

Berlin (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat heute die Rürup-Vorschläge zur Finanzierung des Gesundheitswesens abgelehnt, weil dieses Modell weniger Solidarität und mehr Bürokratie bringe. Der Verband plädiert für eine Bürgerversicherung, die sämtliche Einkunftsarten einbezieht. Dadurch könnten die Beiträge zur Krankenversicherung kurzfristig um 1,6 Prozent gesenkt werden. Nicht nur arme Bürgerinnen und Bürger, sondern auch viele Durchschnittsverdiener seien nicht in der Lage, monatlich für jedes erwachsene Familienmitglied 169 Euro und darüber hinaus noch weitere einkommensabhängige Beiträge zu leisten. «Die Rürup-Pläne führen zu einer Umverteilung von unten nach oben, die durch einen sozialen Ausgleich teilweise wieder zurückgenommen werden soll. Das ist Unsinn», so Geschäftsführer Werner Hesse. Es bedeute nichts anderes, als dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung künftig dauerhaft auf staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen sein würde. sch  

 
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