Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband hat heute die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel aufgerufen, die Pläne zur Streichung des Blindengeldes in Niedersachsen zu stoppen. «Dass die niedersächsische Regierung das Blindengeld für die rund 11.400 blinden Menschen in diesem Bundesland vollkommen streichen will, ist schon eine Kaltherzigkeit, die in Deutschland beispiellos ist. Dass sie sich aber auch noch erdreistet, diese Irrsinnsidee als ‚Niedersachsen-Modell' den anderen Bundesländern zu empfehlen, macht mich fassungslos», kommentiert Jürgen Lubnau, selbst blinder Präsident des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), den Beschluss des Kabinetts um Ministerpräsident Christian Wulff . «Hier ist dringend die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel persönlich gefordert, ihren Parteifreund Wulff zur Vernunft zu bringen, wenn das im CDU-Grundsatzprogramm festgehaltene Ziel, ‚ein menschenwürdiges Leben für alle zu ermöglichen', nicht nur unverbindliches Gerede sein soll.» sch