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kobinet-nachrichten
27.07.2004 - 17:03
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Berlin (kobinet) Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe hat heute den Rückzieher des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung bei den ursprünglich geplanten Einschnitten in der Freifahrt-Regelung für behinderte Menschen begrüßt und den Abbau von Barrieren vor allem im ländlichen Raum gefordert. Der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen sagte in einer Pressemitteilung: «Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass die unentgeltliche Beförderung Behinderter im öffentlichen Verkehr in der bisherigen Form erhalten bleibt.» Bei der unentgeltlichen Beförderung Behinderter handele es sich nicht um eine Subvention im eigentlichen Sinne, sondern um einen Nachteilsausgleich. Wenn Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben und Selbstbestimmung anerkannte Ziele seien, dann wäre eine Einschränkung der Freifahrt ein politisch falsches Signal gewesen. Unverändert notwendig sei der Einsatz für eine barrierefreie Umgestaltung der öffentlichen Verkehrsmittel. «Besonders im ländlichen Raum gibt es noch zahlreiche Barrieren, die Behinderten den Zugang zu Verkehrsmitteln unmöglich machen. Bei Neuanschaffung von Verkehrsmitteln oder Renovierung von Bahnhöfen dürfen die Chancen für eine barrierefreie Neugestaltung nicht mehr vertan werden», betonte Hüppe. Nur wenn es gelinge, umfassende Barrierefreiheit herzustellen, würden behinderte Menschen überhaupt erst in die Lage versetzt, den öffentlichen Verkehr möglichst selbständig und unabhängig von fremder Hilfe zu nutzen. sch
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