
Hamburg (kobinet) Wer in Hamburg den Film Fahrenheit 9/11 von Michael Moore sehen will, muss gut zu Fuß sein. Denn der Film wird mit einer einzigen Ausnahme in der Millionenstadt nur in nicht barrierefreien Kinos gezeigt.
Fahrenheit 9/11 hat das Zeug einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme im Kino zu werden, meinen Kritiker. Nur Hamburger Rollstuhlfahrer werden dazu nicht viel beitragen können. Als hätten sich die Kinounternehmen abgesprochen, läuft der Film derzeit mit einer einzigen Ausnahme nur in nicht barrierefreien Kinosälen der Hansestadt.
Ob im Abaton-Kino, in Saal 3 des Cinemaxx am Dammtor oder dem Streits-Kino am Jungfernstieg - in all diesen Kinos bleibt Rollstuhlfahrern der Weg zum Filmgenuss versperrt. Einzig rühmliche Ausnahme: Der Saal 1 des Zeise-Kinos in Hamburg-Altona.
Was sich an dem Film-Beispiel bemerkbar macht, ist sympthomatisch für die Hansestadt: Längst ist es noch nicht selbstverständlich, dass neue oder gerade komplett renovierte öffentliche Einrichtungen wie Kinos barrierefrei gestaltet werden. Wird Fahrenheit 9/11 in einen anderen Saal des Zeise-Kinos verlegt, ist er für Rollstuhlfahrer in Hamburg gar nicht mehr zu sehen. kobinet hat den Regisseur des Films, Michael Moore, über die Zustände in der zweitgrößten Stadt Deutschland informiert. cl