
Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland hat heute Bedenken gegen die Pläne einiger Wohlfahrtsverbände geäußert, Ein-Euro-Jobs für die Bezieher von Arbeitslosengeld II zu schaffen. Verbandspräsident Adolf Bauer erklärte: «Die Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung erfordert Professionalität und eine qualifizierte Ausbildung. Dies gilt insbesondere für die Tätigkeit in Alten- und Pflegeheimen. Hier ist eine hohe soziale Kompetenz gefragt. Nach Hartz IV ist jede Arbeit zumutbar. Wer Arbeitslosengeld II erhält, kann einen Ein-Euro-Job nicht ablehnen, es sei denn, er nimmt Sanktionen in Kauf. Wir lehnen es ab, Menschen zu Tätigkeiten in sozialen Einrichtungen zu zwingen. Gemeinnützige Arbeit für behinderte, pflegebedürftige und ältere Menschen muss auf freiwilliger Basis erfolgen.» Der Sozialverband sieht die Gefahr, dass es - trotz anders lautender Absichtserklärungen der Wohlfahrtsverbände - durch die Ein-Euro-Jobs zum Abbau von Planstellen kommt. Er befürchtet, dass von der Schaffung der Ein-Euro-Jobs ein negatives Signal für eine Verschärfung und Ausweitung des Niedriglohnsektors ausgeht. sch