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01.09.2004 - 11:06

Berlin barrierefrei - Aktion ist notwendig.

Berlin (kobinet) Bei Eröffnung der Aktion «Berlin barrierefrei» hat der Landesbeauftragte für Behinderte, Martin Marquard, heute Barrierefreiheit als eine notwendige Investition in die Zukunft bezeichnet. Vor der Vergabe des ersten Signets dieser Aktion an das Kulturkaufhaus Dussmann (kobinet 1.9.04) erklärte Marquard, dass in den letzten 10 bis 15 Jahren in dieser Hinsicht viel erreicht wurde. Die Aktion sei aber notwendig, um Anreize für noch nicht barrierefreie Anbieter zu schaffen, die so neue Kundenkreise gewinnen könnten. «Die Aktion ist ferner notwendig, weil trotz guter Vorschriften zu oft zu viel falsch gemacht wird - kein Neubau, an dem behinderte Experten in eigener Sache nicht regelmäßig schwerste Fehler entdecken. Und schließlich ist die Aktion notwendig, weil es immer wieder Bestrebungen gibt, die Forderung nach Barrierefreiheit als wirtschaftsfeindlich zu denunzieren und die einschlägigen Gesetze und Bestimmungen in Frage zu stellen. Im Gegensatz dazu haben große Teile der Wirtschaft längst für sich erkannt: Barrierefreiheit ist ein Qualitätsmerkmal und kein Wirtschaftshemmnis - die Herstellung von Barrierefreiheit ist eine Investition in die Zukunft und fördert die Wirtschaft», betonte der Behindertenbeauftragte. Die Mindestkriterien seien möglichst niederschwellig formuliert worden. Das Signet bedeutet: Dieses Geschäft oder diese Gaststätte ist für alle nutzbar, nicht unbedingt immer in allen Teilen oder auch nicht immer ohne fremde Hilfe. «In der schwierigen Diskussion um den Kriterienkatalog, ging es uns also nicht um die perfekte Lösung, sondern wir ließen uns eher von der Frage leiten: Wird jemand alternativlos ausgeschlossen oder nicht?», so Marquard. Mehr sei darüber auf der eigens eingerichteten Webseite www.berlin-barrierefrei.de zu erfahren, auf der die Aktion fortlaufend dokumentiert werden soll. sch  

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

werner bitz schrieb am 02.09.2004, 11:17

Barrierefreiheit

Herrn Marquards Erfahrungen decken sich mit unseren in jahrzehntelanger Beratungsarebit gemachten! Zu einer produktiven Kritik gehört auc, Positivbeispiele deutlich zu loben!
Sehr hilfreich finde ich den erarbeiteten Kriterienkatalog!

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