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Mit Audioguide ohne Barrieren wandern

Eine frau und zwei Männer sitzen auf einem Berg vor einem Mikrofon und halten Texthefte in der Hand
Das Projekt-Team beim Aufnehmen eines Audio Guide
Foto: Procap

OLTEN (kobinet)

Jeder Ort erzählt Geschichten. Mit einem Projekt des schweizerischen Procap Reisen werden diese auf einem Audioguide gespeichert. Mit dessen Hilfe lassen sich diese Geschichten dann mit eigenen Sinnen und in Ihrem eigenen Tempo entdecken. Die Entwicklung eines Audioguides beginnt mit der Auswahl geeigneter Standorte entlang der Route. Gemeinsam mit Fachpersonen und Menschen mit Behinderungen werden spannende Inhalte zu Natur, Kultur, Geschichte und Inklusion erarbeitet. Die Audioaufnahmen entstehen direkt vor Ort, um authentische Eindrücke einzufangen. Anschliessend werden die Hörbeiträge und Transkriptionen in die App MyWay Pro integriert und entlang der Route auch über QR-Codes zugänglich gemacht.

Akrobatik zu Pferde

Junger Mann sitzt auf einem dunklen Pferd und streckt die Arme nach links und rechts aus
Tobias Hardt bei seiner Para-Voltigier-Prüfung
Foto: Jella Dehmer

FRECHEN-BUSCHBELL (kobinet)

Das Pferdesport- und Reittherapiezentrum (PRZ) der Gold-Kraemer-Stiftung war erneut der Austragungsort der Rheinischen Meisterschaften im Voltigieren. In einer Atmosphäre voller Teamgeist und Freude zeigten die über 100 Athletinnen und Athleten den über 700 Gästen, die dort Spitzensport, Teamgeist und gelebte Inklusion erleben konnten, beeindruckende sportliche Leistungen. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Pferdesportverband Rheinland und dem Team des PRZ um Betriebsleiterin Inga Nelle schuf, trotz sommerlicher Temperaturen, optimale Bedingungen und machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Die Voltigiererinnen und Voltigierer des gastgebenden Vereins PRZ Frechen e.V. überzeugten auf ganzer Linie. Besonders im Para-Voltigieren dominierten die Athleten des PRZ: Tobias Hardt verteidigte souverän seinen Meistertitel aus dem Vorjahr. Die Silber- und Bronzemedaillen gingen an seine Teamkolleginnen Ricarda Scheidt und Siri Bar auf ihrem Pferd Nando, longiert von Rebekka Stöckele. Bei den Para-Gruppen siegte die „Samstaggruppe“ des PRZ.

Peer Support im psychiatrischen Bereich scheinbar noch desolater Acker

Zwei Männer in Tageskleidung stehen vor einem Gebäude
Andreas Knuf und Carsten Rensinghoff
Foto: privat

WITTEN (kobinet)

In einem Fachgespräch haben sich der Psychologische Psychotherapeut und Autor Andreas Knuf aus Konstanz und der Heilpädagoge Professor Dr. Carsten Rensinghoff aus Witten in Radolfzell zum Peer Support im neurologischen und psychiatrischen Bereich. Im Ergebnis stellten die beiden Wissenschaftler fest, dass es sich beim Peer Support im psychiatrischen Bereich scheinbar noch ein desolater Acker handelt, während das Thema im neurologischen Bereich merklich an Fahrt aufnimmt. Auf beiden Felder wird den betroffenen Expertinnen und Experten in eigener Sache, die mit einer erlebten Kompetenz ausgestattet sind aber, noch zu wenig zugetraut oder das Peer Support als nicht förderungswürdig begriffen. Oftmals bleibt Peer Support in der ehrenamtlichen Tätigkeit stecken. Dies gilt sowohl für den neurologischen als auch für den psychiatrischen Bereich.

Nationale Spiele Saarland 2026 setzen neue Maßstäbe für Special Olympics in Deutschland

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift „Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2626
Foto: SOD Saarland

BERLIN (kobinet)

Sechs Tage lang hat das Saarland gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen mit geistiger Behinderung die Bühne bekommen, die sie verdienen. Mit herausragenden persönlichen Leistungen, einer nie dagewesenen gesellschaftlichen und medialen Aufmerksamkeit sowie zahlreichen Neuerungen haben die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 neue Maßstäbe für inklusiven Sport in Deutschland gesetzt.

„Keine Angst“ – ist militante „Gegenwehr“ als Antwort auf die Gewalt von „Faschos“ zielführend?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

„Keine Angst“, den Antifa-Rap des Comedian Danger Dan (gemeinsam mit dem Pianisten Igor Levit uraufgeführt) und kurzfristig von der ZDF-Intendanz aus der Sendung „Die Anstalt“ herausgenommen, gecancelt, gibt es jetzt (vorgestellt im Berliner Columbia Theater vor großen Publikum) auf Youtube. – Ich habe es mir angehört, die Beiträge auf der Veranstaltung und das Lied von Danger Dan am Ende haben mich aufgewühlt und mich zugleich innerlich gespalten und ratlos zurückgelassen. Wozu die zeitliche Nähe zum Anschlag auf den CSD noch beigetragen hat.

Mit Audioguide ohne Barrieren wandern

Eine frau und zwei Männer sitzen auf einem Berg vor einem Mikrofon und halten Texthefte in der Hand
Das Projekt-Team beim Aufnehmen eines Audio Guide
Foto: Procap

OLTEN (kobinet)

Jeder Ort erzählt Geschichten. Mit einem Projekt des schweizerischen Procap Reisen werden diese auf einem Audioguide gespeichert. Mit dessen Hilfe lassen sich diese Geschichten dann mit eigenen Sinnen und in Ihrem eigenen Tempo entdecken. Die Entwicklung eines Audioguides beginnt mit der Auswahl geeigneter Standorte entlang der Route. Gemeinsam mit Fachpersonen und Menschen mit Behinderungen werden spannende Inhalte zu Natur, Kultur, Geschichte und Inklusion erarbeitet. Die Audioaufnahmen entstehen direkt vor Ort, um authentische Eindrücke einzufangen. Anschliessend werden die Hörbeiträge und Transkriptionen in die App MyWay Pro integriert und entlang der Route auch über QR-Codes zugänglich gemacht.

Akrobatik zu Pferde

Junger Mann sitzt auf einem dunklen Pferd und streckt die Arme nach links und rechts aus
Tobias Hardt bei seiner Para-Voltigier-Prüfung
Foto: Jella Dehmer

FRECHEN-BUSCHBELL (kobinet)

Das Pferdesport- und Reittherapiezentrum (PRZ) der Gold-Kraemer-Stiftung war erneut der Austragungsort der Rheinischen Meisterschaften im Voltigieren. In einer Atmosphäre voller Teamgeist und Freude zeigten die über 100 Athletinnen und Athleten den über 700 Gästen, die dort Spitzensport, Teamgeist und gelebte Inklusion erleben konnten, beeindruckende sportliche Leistungen. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Pferdesportverband Rheinland und dem Team des PRZ um Betriebsleiterin Inga Nelle schuf, trotz sommerlicher Temperaturen, optimale Bedingungen und machte die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. Die Voltigiererinnen und Voltigierer des gastgebenden Vereins PRZ Frechen e.V. überzeugten auf ganzer Linie. Besonders im Para-Voltigieren dominierten die Athleten des PRZ: Tobias Hardt verteidigte souverän seinen Meistertitel aus dem Vorjahr. Die Silber- und Bronzemedaillen gingen an seine Teamkolleginnen Ricarda Scheidt und Siri Bar auf ihrem Pferd Nando, longiert von Rebekka Stöckele. Bei den Para-Gruppen siegte die „Samstaggruppe“ des PRZ.

Peer Support im psychiatrischen Bereich scheinbar noch desolater Acker

Zwei Männer in Tageskleidung stehen vor einem Gebäude
Andreas Knuf und Carsten Rensinghoff
Foto: privat

WITTEN (kobinet)

In einem Fachgespräch haben sich der Psychologische Psychotherapeut und Autor Andreas Knuf aus Konstanz und der Heilpädagoge Professor Dr. Carsten Rensinghoff aus Witten in Radolfzell zum Peer Support im neurologischen und psychiatrischen Bereich. Im Ergebnis stellten die beiden Wissenschaftler fest, dass es sich beim Peer Support im psychiatrischen Bereich scheinbar noch ein desolater Acker handelt, während das Thema im neurologischen Bereich merklich an Fahrt aufnimmt. Auf beiden Felder wird den betroffenen Expertinnen und Experten in eigener Sache, die mit einer erlebten Kompetenz ausgestattet sind aber, noch zu wenig zugetraut oder das Peer Support als nicht förderungswürdig begriffen. Oftmals bleibt Peer Support in der ehrenamtlichen Tätigkeit stecken. Dies gilt sowohl für den neurologischen als auch für den psychiatrischen Bereich.

Nationale Spiele Saarland 2026 setzen neue Maßstäbe für Special Olympics in Deutschland

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift „Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2626
Foto: SOD Saarland

BERLIN (kobinet)

Sechs Tage lang hat das Saarland gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Menschen mit geistiger Behinderung die Bühne bekommen, die sie verdienen. Mit herausragenden persönlichen Leistungen, einer nie dagewesenen gesellschaftlichen und medialen Aufmerksamkeit sowie zahlreichen Neuerungen haben die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 neue Maßstäbe für inklusiven Sport in Deutschland gesetzt.

„Keine Angst“ – ist militante „Gegenwehr“ als Antwort auf die Gewalt von „Faschos“ zielführend?

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

„Keine Angst“, den Antifa-Rap des Comedian Danger Dan (gemeinsam mit dem Pianisten Igor Levit uraufgeführt) und kurzfristig von der ZDF-Intendanz aus der Sendung „Die Anstalt“ herausgenommen, gecancelt, gibt es jetzt (vorgestellt im Berliner Columbia Theater vor großen Publikum) auf Youtube. – Ich habe es mir angehört, die Beiträge auf der Veranstaltung und das Lied von Danger Dan am Ende haben mich aufgewühlt und mich zugleich innerlich gespalten und ratlos zurückgelassen. Wozu die zeitliche Nähe zum Anschlag auf den CSD noch beigetragen hat.

Karina Sturm: Behinderung sucht man sich nicht aus; Disability Pride schon!

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

Kassel (kobinet)

Der Disability Pride Monat, der traditionell im Juli begangen wird, geht zu Ende. Ein guter Grund auf einen Beitrag von Karina Sturm in der Neuen Norm zu blicken, für den diese neben der Schilderung ihrer eigenen Erfahrungen auch Stimmen zum Disability Pride Monat beim Kämpferherzentreffen vom 25. Juli 2026 in Kassel eingefangen und als Kurzvideos veröffentlicht hat. Zum Beitrag heißt es u.a. auf der Internetseite Die Neuen Norm: „Der Juli ist der Disability Pride Monat, also etwas sperrig übersetzt ‚der Monat des Stolzes von Menschen mit Behinderungen‘ – eine Zeit, in der behinderte Menschen die Rechte von Menschen mit Behinderungen feiern und, wie der Name schon sagt, stolz auf ihre Identität als behinderte Person sind. Ich war nicht immer eine stolze behinderte Person. Für mich bedeutete ‚Pride‘ letztendlich, meine Behinderung zu akzeptieren und gleichzeitig Gemeinschaft zu finden und in Disability Culture einzutauchen. Allerdings war ‚Akzeptanz‘ kein leichtes Ziel.“

Rechtsanspruch auf Ganztag ist ein Meilenstein

Zeichnung eines Schulgebäudes im Hintergrund vor dem eine Gruppe von Schülern steht
Zeichnung eines Schulgebäudes im Hintergrund vor dem eine Gruppe von Schülern steht
Foto: RosZie In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet)

Mit dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung für Grundschulkinder ab dem 1. August ist nach Einschätzung des Deutschen Caritasverbandes (DCV) ein familien- und bildungspolitischer Meilenstein erreicht. „Die Halbtagsschule alten Typs passt nicht zu den Lebenswirklichkeiten von Kindern und Familien heute. Es braucht verlässliche Angebote der Förderung auch am Nachmittag, die die Bedingungen guten Aufwachsens in einer angespannten Gesellschaft verbessern“, betont Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes.

Hilfsmittel-Reform verfehlt ihr Ziel

Eine Frau schiebt einem Rollstuhl mit einem Mann darin vor dem Hintergrund der untergehenden Sonne und dem sich im Meer spiegelnden Sonnenlicht
Eine Frau schiebt einem Rollstuhl mit einem Mann darin vor dem Hintergrund der untergehenden Sonne und dem sich im Meer spiegelnden Sonnenlicht
Foto: Jenpix GmbH

WITTEN (kobinet)

Ein Rollstuhl, eine Orthese oder eine Kommunikationshilfe entscheiden oft darüber, ob ein Kind mit Behinderung am Alltag teilhaben kann oder nicht. Genau deshalb sollte eine Gesetzesänderung die Hilfsmittelversorgung beschleunigen. Seit Februar 2025 sollen Krankenkassen bei Verordnungen aus Sozialpädiatrischen Zentren auf zusätzliche Prüfungen weitgehend verzichten. So wollte der Gesetzgeber Doppelprüfungen vermeiden, Verfahren beschleunigen und Familien entlasten. Doch 1,5 Jahre später zeigt eine Studie der Universität Witten/Herdecke (UW/H): Dieses Ziel wurde bislang kaum erreicht. Viele Familien kämpfen weiter um Rollstühle und Orthesen für ihre Kinder.

Entscheidung des Landesarbeitsgericht Köln zur Kündigung wegen nicht angegebener Schwerbehinderteneigenschaft

KI generiertes Bild zum Bewerbungsgespräch
KI Bewerbungsgespräch
Foto: kobinet Nachrichten – KI-generiert

Köln (kobinet)

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln hat eine Entscheidung zur Kündigung wegen einer nicht angegebenen Schwerbehinderteneigenschaft getroffen. In einem Urteil von April 2026 hat das LAG Köln festgestellt, dass der Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag nicht deshalb anfechten kann, weil der Arbeitnehmer im Bewerbungsgespräch seine Schwerbehinderteneigenschaft nicht offenbart hat. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Stillstand bei Reform des Werkstättensystems und beim Verdienst in Werkstätten für behinderte Menschen

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Kassel / München (kobinet)

Vor drei Jahren hat der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul seinen ersten Roman mit dem Titel „Zündeln an den Strukturen“ zur Situation behinderter Menschen in Werkstätten veröffentlicht. Trotz einer umfassenden Studie zum Werkstattentgelt und zu Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen, trotz erster, aber stehengebliebener, Gehversuche für eine Reform durch die Ampelregierung und trotz vielfältiger Berichte in den Medien über die geringe Entlohnung und die Situation in Werkstätten, tut sich weiterhin nichts. Einem aktuellen Bericht von BR24 zufolge liegt das Durchschnittentgelt für behinderte Beschäftigte in Werkstätten weiterhin bei ca. 230 Euro im Monat. Und fast wöchentlich werden vom bayerischen Sozialministerium Pressemeinformationen zu neuen Förderungen in Millionenhöhe für Werkstätten für behinderte Menschen verbreitet. Und dies obwohl der Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen das deutsche Werkstättensystem mehrfach als nicht konform mit der UN-Behindertenrechtskonvention kritisiert und konkrete und schrittweise Veränderungen gefordert hat.

Trauer um österreichische Behindertenrechts-Aktivistin Bernadette Feuerstein

Bernadette Feuerstein am Mikrofon
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Foto: BIZEPS

Wien (kobinet)

„Wir nehmen Abschied von einer zentralen Akteurin der österreichischen Behindertenrechtsbewegung und unserem BIZEPS-Gründungsmitglied. Danke für Dein Engagement! Geboren 1959 in Wien, besuchte sie eine Regelschule und absolvierte ein Studium der Soziologie. Beruflich war sie bis zu ihrer Pension beim Bund im Bereich Konsumentenschutz tätig. Seit Anfang der 1980er Jahre engagierte sie sich intensiv für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ihre Erfahrungen aus diesem jahrzehntelangen Einsatz für Menschenrechte waren umfangreich und so konnte sie ihr Wissen an kommende Generationen weiterzugeben. Am 28. Juli 2026 ist Mag. Bernadette Feuerstein in Wien verstorben.“ So heißt es in einem Nachruf auf Bernadette Feuerstein im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Gemeinsam stark bei Demo zum Disability Pride Month in München am 24. Juli 2026

Bild von der Kundgebung am 24.7.2026 zum Disability Pride Month in München
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Foto: Boris Kuhn

München (kobinet)

„Was für ein starkes Zeichen für Inklusion und Vielfalt! Bei strahlendem Sonnenschein haben am vergangenen Freitag, den 24. Juli 2026, mehr als 500 Menschen an der Demonstration des Behindertenbeirats anlässlich des Disability Pride Month teilgenommen. Dieser wurde zum ersten Mal in München gefeiert. Unter dem Motto ‚Wir sind stolz und wir sind laut. Barrieren werden abgebaut‘ zog der Demonstrationszug vom Odeonsplatz über die Maximilianstraße, den Thomas-Wimmer-Ring und das Tal bis zum Marienplatz. Gemeinsam machten die Teilnehmenden deutlich: Menschen mit Behinderungen sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft und haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe – ohne Barrieren.“ So heißt es im Bericht des Behindertenbeirats der Stadt München, der zu der Demonstration aufgerufen hatte.

Hessischer Rundfunk freut sich über Bewerbungen behinderter Menschen für Ausbildungsplatz zum Büromanagement

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Frankfurt am Main (kobinet)

„Ob Veranstaltungsmanagement und Terminplanung, Personal- oder Datenverwaltung sowie interne und externe Kommunikation – damit beim Hessischen Rundfunk alles rund läuft, suchen wir Menschen, die Freude an Organisation und Zusammenarbeit haben! In deiner Ausbildung zur*zum Kauffrau*Kaufmann für Büromanagement sorgst du dafür, dass in unseren Redaktionen und kaufmännischen Bereichen alles zuverlässig koordiniert ist.“ So heißt es in einer aktuellen Stellenausschreibung des Hessischen Rundfunks zur Ausbildung zur*zum Kauffrau*Kaufmann für Büromanagement. Behinderte Menschen werden explizit ermuntert, sich hierfür zu bewerben. Bewerbungen sind bis zum 5. August 2026 noch möglich.

Diakonie-Präsident Schuch kritisiert Finanzierung der medizinischen Rehabilitation

Krankenschwester im blauen Kittel mit schwarzem Haar und dunkler Hautfarbe mit erhobenem Zeigefinger
Krankenschwester im blauen Kittel mit schwarzem Haar und dunkler Hautfarbe mit erhobenem Zeigefinger
Foto: Hansuan_Fabregas In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet)

Anlässlich seines Besuchs in der Geriatrischen Rehabilitationsklinik des Paul-Gerhardt-Werks in Ettenheim hat Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch die Auswirkungen aktueller Sozialversicherungsreformen auf Pflege und medizinische Rehabilitation thematisiert. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sende widersprüchliche Signale, so Schuch: „Hohe Qualitätsstandards und gute Arbeitsbedingungen werden erwartet, ihre Finanzierung aber begrenzt.“ Dies gefährde die wirtschaftliche Stabilität vieler Reha-Einrichtungen und erschwere Investitionen sowie die Fachkräftesicherung.

Procap sensibilisiert an Tourismusfachschulen für barrierefreies Reisen

A man in a wheel chair on a sidewalk
A man in a wheel chair on a sidewalk
Foto: Jose Manuel Esp

OLTEN (kobinet)

Procap Reisen ist die Schweizer Spezialistin für barrierefreies Reisen. Sie ist die Fachstelle für barrierefreies Reisen für Menschen mit Behinderungen, für Behindertenorganisationen und für die Tourismusbranche in der Schweiz. Unter anderem an den Tourismusfachschulen vermittelt Procap in Workshops den Studierenden wertvolle und spannende Einblicke in das Leben von Menschen mit Behinderungen. Durch eigenes Ausprobieren und praktische Erfahrungen können sie selbst erleben, welchen Herausforderungen betroffene Personen im Alltag begegnen. Es wird ihnen die Bedeutung von inklusiven Reiseangeboten vermittelt, sodass sie Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal im Tourismus erkennen und verstehen. Diese Erfahrungen helfen, wie die Erfahrungen zeigen, Berührungsängste abzubauen und Hürden im Umgang mit Alltagssituationen aus dem Weg zu räumen. Gleichzeitig wird sichtbar, wie viel Stärke, Anpassungsfähigkeit und Perspektive Betroffene mitbringen. Auf dieser Homepage ist mehr über Procap Reisen und diese Workshops zu erfahren.

Wahlhilfebroschüre in Leichter Sprache zur Kommunalwahl in Niedersachsen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Am 13. September 2026 findet in Niedersachsen die Kommunalwahl statt. Um Menschen mit Behinderung die Teilhabe an der Wahl zu ermöglichen, haben der Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, der Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. und der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. eine Wahlhilfebroschüre in Leichter Sprache veröffentlicht.

VdK NRW fordert verbindliche Hitzeaktionspläne

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet)

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung aufgerufen, verbindliche Hitzeaktionspläne für Kommunen und soziale Einrichtungen einzuführen. Anlass ist die aktuelle Hitzesituation: In NRW gab es in diesem Jahr bereits 1.230 hitzebedingte Sterbefälle. Einige Kommunen haben erste Maßnahmen wie Trinkwasserbrunnen oder digitale Karten mit kühlen Orten umgesetzt. Die Landesregierung plant ein Sofortprogramm zur Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung von Hitzeaktionsplänen.

Nächste Hitzewelle erwartet

Sonnenschein über der Silhouette einer Stadt
Sonnenschein über der Silhouette einer Stadt
Foto: Fatih Turan

Stuttgart / Düsseldorf (kobinet)

Kaum ist die letzte Hitzewelle vorbei, steht zum Start der Sommerferien in Baden-Württemberg schon die nächste bevor. Ende Juni hatte Baden-Württemberg mit bis zu 41 Grad einen neuen Temperaturrekord erlebt. Für Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand ist klar: „Hitze ist längst kein reines Wetterthema mehr, sondern eine der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für unsere Gesundheit. Wir müssen jetzt handeln und zusammenarbeiten, denn Hitze trifft uns alle“, wie der Minister heute, am 29. Juli 2026, in Stuttgart mitteilte. Auch in Nordrhein-Westfalen wird der Hitzeschutz verbessert.

Juli ist Disability Pride Month: Wie stelle ich mir die Disability Pride Flag vor

Sharepic mit Jennifer Sonntag und der Disability Pride Flagge
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Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet)

Im Juli wird traditionell der Disability Pride Month begangen. Dabei zeigen behinderte Menschen Flagge für ihre Rechte, ihre Selbstbestimmung und mehr Sichtbarkeit in der Gesellschaft. In den USA wird im Juli seit vielen Jahren der Unterzeichnung des Americans with Disabilities Act vom 26. Juli 1990 als wichtiges Antidiskriminierungsgesetz für behinderte Menschen gedacht und für die Rechte behinderter Menschen demonstriert. Auch in Deutschland haben dieses Jahr eine Reihe von Aktionen im Zusammenhang mit dem Disability Pride Month stattgefunden. Jennifer Sonntag hat sich als blinde Journalistin Gedanken zum Disability Pride Month gemacht und dazu einen Beitrag auf Facebook veröffentlicht, der auch Bezug auf den Anschlag auf den CSD in Berlin nimmt und den die kobinet-nachrichten im Folgenden mit einem Dank an Jennifer Sonntag veröffentlichen.

20 Jahre Begleitete Elternschaft bei MOBILE in Dortmund

Logo: MOBILE Dortmund
Mobile_Dortmund
Foto: MOBILE

Dortmund (kobinet)

Seit 20 Jahren bietet der Verein MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter in Dortmund Begleitete Elternschaft an. Das Unterstützungsangebot richtet sich an Eltern mit Lernschwierigkeiten, psychischen Belastungen oder Behinderungen ihrer Kinder, um ein Zusammenleben als Familie zu ermöglichen. Die Kosten werden in der Regel von der Jugendhilfe oder der Eingliederungshilfe getragen.

Selbst Aktiv fordert Ausbau demokratischer Rechte behinderter Menschen

Bild von der Aktion für ein inklusives Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026
260725_Selbst_aktiv_Magdeburg
Foto: Selbst Aktiv

Hannover / Magdeburg (kobinet)

Anlässlich der anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv der Menschen mit Behinderungen in der SPD am 25. Juli 2026 in Magdeburg eine bundesweite Aktion für Barrierefreiheit, für eine inklusive Gesellschaft und für volle politische Teilhabe durchgeführt. Rund 40 politische Multiplikator*innen trafen sich, um im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention für den Ausbau demokratischer Rechte behinderter Menschen zu werben.

Menschen mit Behinderungen dürfen nicht vergessen werden

Logo handicap international
Logo handicap international
Foto: handicap international

BERLIN (kobinet)

Die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) hat im Jahr 2025 drei Millionen Menschen in 58 Ländern geholfen. Im Fokus der Arbeit standen besonders die Versorgung von Menschen mit Behinderungen und von Schwerverletzten im Krieg, bei Katastrophen oder in Flüchtlingslagern sowie die Minenräumung. Die Rahmenbedingungen werden dabei immer herausfordernder und die Sorge angesichts sinkender Förderungen öffentlicher Geldgeber wächst. Weltweit zunehmende Kriege und Vertreibungen sowie die abnehmende Unterstützung öffentlicher Geldgeber für die weltweite humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit bestimmten die Arbeit von Handicap International. In diesem Spannungsfeld werden Menschen mit Behinderungen und andere vulnerable Gruppen oft übersehen und unzureichend unterstützt.

Glückwünsche für Katja Lüke zur Ernennung zur Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz

Logo des ZsL Mainz
Logo des ZsL Mainz
Foto: ZsL Mainz

Mainz (kobinet)

Nach Bekanntwerden der Entscheidung des rheinland-pfälzischen Ministerrats vom 28. Juli 2026 für Katja Lüke als neue Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz erhielt diese u.a. über die sozialen Medien eine Reihe von Glückwünschen für die Ausübung dieses neuen Amtes. Aber auch der Dank für die Arbeit der bisherigen Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Ellen Kubica, kam nicht zu kurz. Wir, das ZsL Mainz, gratulieren Katja Lüke ganz herzlich zur Ernennung zum Amt derBeauftragten für Menschen mit Behinderungen In Rheinland-Pfalz. Wir freuen uns, dass auf Ellen Kubicamit Katja Lüke eine weitere engagierte Frau mit Behinderung in das Amt folgt, die sich für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe in unserem Bundesland einsetzen wird“, heißt es beispielsweise in einem Statement der Geschäftsführerin des Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Gerlinde Busch, nach Bekanntwerden der Entscheidung.

Podcast mit Tina Deeken: Eisschwimmen, Teilhabe und viele kleine Hindernisse

Tina Deeken im Podcast
270728_Deeken_Tina_Podcast
Foto: Niedersächsische Lotto Sport Stiftung

Hannover (kobinet)

Tina Deeken ist Förderschullehrerin, Paraschwimmerin, mehrfache Weltmeisterin, Europameisterin und Weltrekordhalterin im Eisschwimmen und amtierende Deutsche Meisterin im Paratriathlon. Im Gespräch mit ihr im Podcast der niedersächsischen Lotto Sport Stiftung geht es um ihren sportlichen Werdegang, darum, welche Barrieren auf und neben der Strecke noch bestehen und warum Demokratie im Sport viel mit Teilhabe zu tun hat.

Rampen für Kiez-Projekte und Vereine in Berlin

Foto mit gestapelten kleinen Rampen
Kleine Rampen
Foto: Cengiz Demirci

BERLIN (kobinet)

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin stellt aus seinem Bestand an Rampen einige dieser Schrägen für Vereine, Kiez-Initiativen oder soziale Einrichtungen in Friedrichshain-Kreuzberg zur Verfügung. Dabei handelt es sich um 60 kleine Rampen, welche bereits einsatzbereit mit Scharnieren ausgestattet sind, sowie um 60 große Rampen, die für die Nutzung der Scharniere noch etwas nachgearbeitet werden müssten. Nachfragen von Berliner Vereinen und Projekten sind über diese Adresse möglich.

Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe sind Leitthema im Bundesgesundheitsblatt

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

BERLIN (kobinet)

Behinderung ist nach wie vor eine „vernachlässigte soziale Determinante der Gesundheit“. Mit diesem Zitat beginnt der erste Beitrag von vier Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der August-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts, das diesmal unter dem Leitthema Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe steht. In dem Beitrag wird sichtbar, dass es im Vergleich der beiden Recherchezeitpunkte 2016 und 2026 eine große Zahl von Datenquellen mit bevölkerungsbezogenen, regelmäßig erhobenen Indikatoren zu Beeinträchtigung, Behinderung und Teilhabe gibt. Das Potenzial für Auswertungen und Berichterstattung ist nach wie vor nicht vollständig ausgeschöpft. Weiterhin besteht also die Notwendigkeit, die Teilnahme an Studien barrierearm oder sogar barrierefrei zu gestalten.

Katja Lüke wird neue Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz

Katja Lüke
Lüke_Katja_2026
Foto: privat

Mainz (kobinet)

Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat heute am 28. Juli 2026 die Nachfolge der amtierenden Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Ellen Kubica, beschlossen: Katja Lüke wird das Amt ab dem 1. September 2026 übernehmen. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler erklärte anlässlich der Ernennung von Katja Lüke: „Die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Inklusion selbstverständlich gelebt wird. Die oder der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Ich gratuliere Katja Lüke herzlich zu ihrer Ernennung und wünsche ihr für diese verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg. Ellen Kubica danke ich für ihr langjähriges und engagiertes Wirken. Gemeinsam konnten wir in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte auf dem Weg zu einem inklusiveren Rheinland-Pfalz erzielen.“

Inklusives Leuchtturmprojekt erfolgreich abgeschlossen

Zeichnung zeigt zwei Reihen mit Kindern, die gemeinsam singen
Zeichnung zeigt zwei Reihen mit Kindern, die gemeinsam singen
Foto: gustavorezende In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FREISING (kobinet)

Unter der Leitung von Robert Spahr, Sozialarbeiter und Erziehungswissenschaftler im Integrativen Kindergarten Moosburg (InKiMo) der Lebenshilfe Freising, sowie mit Unterstützung von Sophia Otte, Berufspraktikantin im Anerkennungsjahr, kamen vom 30. Januar bis 1. Mai 2026 regelmäßig fünf bis neun Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren mit und ohne Behinderung im Freisinger Bildungszentrum Gartenstraße zusammen. Dort musizierten sie gemeinsam mit eigens von Spahr entwickelten barrierearmen Musikinstrumenten. Ziel des Projekts war es, Teilhabe und gemeinsames kreatives Erleben unabhängig von individuellen Voraussetzungen zu ermöglichen. Bereits im Vorfeld des Projekts wurden die barrierearmen Musikinstrumente entwickelt und gebaut. Sie sind speziell darauf ausgelegt, möglichst vielen Kindern einen einfachen Zugang zum Musizieren zu ermöglichen. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion gelingen kann, wenn kreative Ideen, fachliches Know-how und passende Rahmenbedingungen zusammenkommen“, erklärt Thomas Winter, fachlicher Leiter der Lebenshilfe Freising.

SoVD-Umfrage: Mängel bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf

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sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Der SoVD ist mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey der Frage nachgegangen, wie familienfreundlich Niedersachsen ist. Das Urteil der SoVD-Befragung ist vernichtend: Über 54 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es zu wenig Kita-Plätze und zu wenig Betreuungsmöglichkeiten für Schulkinder gibt. „Auch wenn Betroffene in Niedersachsen einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, sieht die Realität für Eltern oft anders aus. In vielen Kommunen gibt es nicht ausreichend Personal und darunter leidet auch die Verlässlichkeit der Betreuung“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Dies mache auch eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung deutlich: „Nicht mal 20 Prozent der Kitas haben den empfohlenen Personalschlüssel. Die Landesregierung muss sich endlich dem Fachkräftemangel stellen.“ Die Ergebnisse und die SoVD-Forderungen sind auf dieser Internetseite nachzulesen.

Hitzeschutz muss endlich ernst genommen werden – SoVD fordert Klimaanlagen in Pflegeheimen und Kliniken

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

Hannover (kobinet)

Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen: Bis Ende Juni 2026 gab es in Niedersachsen bereits 510 Hitzetote – und die nächsten heißen Tage stehen bereits bevor. Besonders leiden ältere Menschen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert deshalb von Land, Kommunen und Pflegeheimbetreiber*innen, die Klimatisierung von Räumen zur obersten Priorität zu machen und langfristig verbindlich und strukturiert in den Hitzeschutz zu investieren. Alle haben noch die Bilder von evakuierten Pflegeheimen während der letzten Hitzewelle vor Augen. Nun sollen ab dem 29. Juli die Temperaturen wieder weit über 30 Grad klettern. Aus Sicht des SoVD in Niedersachsen ist jedoch trotz der teils dramatischen Zustände in Pflegeheimen und Krankenhäusern bislang nichts passiert. „Es scheint, als würden die Verantwortlichen die Folgen vergessen, sobald es sich etwas abgekühlt hat. Dabei muss jetzt endlich gehandelt werden, damit die Zahl der Hitzetoten nicht weiter steigt“, fordert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.

Nachruf auf Marcel Wölk vom ZSL Nord

Marcel Wölk
260728_Marcel_Wölk
Foto: ZSL Nord

Kiel (kobinet)

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben die Aktiven vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) erfahren, dass das langjähriges Vorstandsmitglied Marcel Wölk im Alter von nur 30 Jahren nach einer Erkrankung verstorben ist. „Mit Marcel verlieren wir einen Menschen, der den Verein und viele von uns über Jahre hinweg mit seiner Persönlichkeit, seinem Engagement und seiner positiven Ausstrahlung bereichert hat. Seit 2021 gehörte er dem Vorstand des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland an und setzte sich mit großem Einsatz für die Rechte, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein“, heißt es in einem Nachruf des ZSL Nord.

Erfreuliche Verbesserungen bei den Fluggastrechten

Rollstuhlplatz im Flugzeug
Rollstuhlplatz im Flugzeug
Foto: Priestman Goode

MARBURG (kobinet)

Kurz vor der sommerlichen Reisezeit hat sich die Europäische Union auf neue Rechte für Fluggäste geeinigt, die auch wesentliche Verbesserungen für Reisende mit Behinderungen einschließen. Zu den wichtigsten Verbesserungen zählt, dass Fluglinien künftig die vollen Kosten erstatten müssen, wenn Hilfsmittel wie Rollstühle verloren gehen oder beschädigt werden. Auch bei Verletzungen von Assistenzhunden sind Entschädigungen vorgesehen. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber der bisherigen Rechtslage, bei der die Haftung meist auf rund 3.000 Euro begrenzt war – ein Betrag, der für Reparatur oder Ersatz vieler Hilfsmittel bei Weitem nicht ausreicht. Wenn Hilfsmittel verloren gehen oder beschädigt werden, müssen Fluglinien außerdem kostenlos einen vorübergehenden Ersatz bereitstellen. Auch bei verletzten Assistenzhunden ist eine Entschädigung vorgesehen.

Antrittsgespräche des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen bei den Fraktionen

Dennis Petschner
Petschner_Dennis
Foto: Jacob Schröter

Erfurt (kobinet)

Dennis Petschner (34) wurde am 27. März 2026 von den Abgeordneten der Fraktionen des Thüringer Landtags zum neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Thüringen gewählt.In den zurückliegenden Monaten traf Dennis Petschner mit Vertreter*innen der fünf Fraktionen im Thüringer Landtag zu Gesprächen zusammen.Bei den Terminen ging es u.a. um das Teilnahmerecht des Landesbeauftragten an Ausschusssitzungen im Landtag, wie es im neuesten Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten von Thüringen heißt.

EBU zeigt verstärkten Einsatz

Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

MARBURG (kobinet)

Die Europäische Blindenunion (EBU) arbeitet derzeit intensiv am Thema der nicht-barrierefreien Zahlungsterminals. Hintergrund ist, dass immer mehr Bankautomaten- und Zahlungsterminals im Handel über Touchscreens bedient werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen bedeutet das insbesondere dann eine erhebliche Barriere, wenn zusätzlich keine taktilen Tasten, keine Sprachausgabe oder kein verlässlicher Barrierefreiheitsmodus vorhanden sind. Eine neue Arbeitsgruppe bringt Vertreter und Vertreterinnen der EBU, nationaler Blindenorganisationen sowie Akteure und Akteurinnen aus der Industrie zusammen.

Offener Brief gegen Verschlechterungen im sozialen Bereich von SPD-Arbeitsgruppen

Logo SPD
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Foto: SPD

Friedberg (kobinet)

Der Unmut in der SPD wächst angesichts der derzeitigen Pläne und Aktivitäten der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zu Kürzungen und Verschlechterungen im sozialen Bereich, so auch bei Selbst Aktiv, der AG von Menschen mit Behinderungen in der SPD Hessen-Süd, wie Julia Maiano den kobinet-nachrichten mitteilte. Die hessischen Arbeitsgemeinschaften der SPD ASG, AG Selbst Aktiv, AG 60+, Jusos, SPD Frauen, SPD Queer und AfA haben gemeinsam einen offenen Brief an die SPD-Bundestagsfraktion und den Parteivorstand veröffentlicht. Darin fordern sie eine klare Kurskorrektur gegen Sozialabbau und für eine Politik, die soziale Sicherheit, Gesundheit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit stärkt. Besonders kritisiert werden Einschnitte bei Pflege, Unterhaltsvorschuss, Elterngeld, Eingliederungshilfe, BGG, Wohngeld, Gesundheitsversorgung sowie Arbeitnehmerrechten.