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02.10.2004 - 16:00

Agenda behinderter Frauen verabschiedet.

Rheinsberg (kobinet) Mehr als 100 Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Behinderungen verabschiedeten auf der Jahrestagung der politischen Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V. in Rheinsberg heute ihre Agenda für die nächsten Jahre. «Wir wollen diese Agenda der derzeitigen Sozialpolitik entgegensetzen», erläutert Magdalene Ossege vom Vorstand des Weibernetz e.V. das Vorhaben. In dem 11-Punkte Plan der Agenda geht es um folgende Themenfelder: - Nachteilsausgleiche und Zugang zu allen sozialen Leistungen unabhängig von Erwerbstätigkeit - Bedarfsdeckende Assistenz für jede Frau mit Behinderung, einkommens- und vermögensunabhängig - Bedarfsgerechtes Persönliches Budget, einkommens- und vermögensunabhängig. - Prävention von Sexismus, Rassismus, Gewalt und Diskriminierung als Verpflichtung des Staates - Barrierefreie Gesundheitsversorgung für behinderte Frauen schaffen - Barrierefreie Freizeiteinrichtungen und barrierefreie Frauenangebote (in Schwimmbädern etc) - Keine darf gegen ihren Willen in Einrichtungen leben müssen. - Behinderte Menschen müssen ihre Rechte kennen. Die Rechte müssen in leichter Sprache, in Braille etc vorhanden sein. - Finanzierung der Fortbildung und Qualifizierung von MitarbeiterInnen und Bewohnerinnen in Einrichtungen zur Unterstützung der Selbstbestimmung behinderter Frauen durch behinderte Frauen - Es müssen Behindertenbeauftragte in ländlichen Regionen eingesetzt werden - Einlösung der sozialen Verantwortung der Wirtschaft Die Tagung des Weibernetz e.V. fand vom 30.9.-2.10.2004 im Hotel am See in Rheinsberg statt und wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. omp 

 
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