
Bremen (kobinet) Der deutschen Kino Produktion «Verrückt nach Paris» wurde heute im Bremer Rathaus der «Bobby 2004», der Medienpreis der Lebenshilfe, verliehen. In der leisen Komödie geht es um drei behinderte Menschen, die aus dem Heimalltag ausbrechen und auf ihrem Weg nach Paris eine Reihe von Abenteuern erleben. «Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch mit all seinen Verschiedenheiten, Eigenarten, Wünschen und Sehnsüchten, ob behindert oder nicht», so Lebenshilfe-Bundesvorsitzender Robert Antretter in seiner Laudatio. «Weil der Film das zulässt und fordert, ist er gerade in den Zeiten bioethischer Diskussionen und dem unheilvoll aufkommenden Glauben an den perfekten Menschen ein wichtiger mahnender Wegweiser». Stellvertretend für alle Beteiligten wurden die Hauptdarsteller Dominique Horwitz sowie Paula Kleine, Wolfgang Göttsch und Frank Grabski vom Blaumeier Atelier Bremen und für Buch und Regie Eike Besuden und Pago Balke ausgezeichnet. Das Filmteam von «Verrückt nach Paris» ist nach Bobby Brederlow, Alfred Biolek, der «Lindenstraßen»-Crew, Peter Radtke und Günther Jauch der sechste Preisträger des «Bobby». Er ist nach Bobby Brederlow, einem Schauspieler mit Down-Syndrom, benannt und würdigt den Einsatz für Sympathie und Akzeptanz gegenüber Menschen mit Behinderung. Unterstützt wird der Preis von der Versicherung Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge. Die Vorsitzende des Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V., Elke Bartz, begrüßte die Verleihung des Medienpreises an diesen Film als wichtiges Signal für eine kritischere Haltung gegenüber Behinderteneinrichtungen. «Dieser Film passt bestens zum Thema 'Marsch aus den Institutionen', denn er drückt den Drang nach Freiheit behinderter Menschen aus, die das Heimleben satt sind», so Elke Bartz. omp