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13.10.2004 - 13:23

Klare Absage an «aktive Sterbehilfe».

Stuttgart (kobinet) Im Vorfeld des morgen stattfindenden Deutschen Hospiztages würdigte Baden-Württembergs Sozialministerin Tanja Gönner (CDU) das Engagement der Hospizdienste. «Die in den Hospizdiensten ehrenamtlich Engagierten helfen sterbenden Menschen ihren letzten Weg in Würde zu gehen. Sie sind den Angehörigen eine wichtige Stütze und bereichern die medizinische Versorgung und pflegerische Betreuung sterbender Menschen vor allem um den Faktor Menschlichkeit und persönliche Zuwendung», so die Ministerin. In Baden-Württemberg gibt es aktuell 256 ambulante Hospizgruppen und 14 stationäre Hospize. Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen, sei nicht nur das Ziel der Hospizbewegung sondern Gradmesser einer humanen Gesellschaft. «Die Ängste vieler, insbesondere alter und chronisch kranker Menschen, die sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen fürchten, nehme ich sehr ernst. Die Hospizbewegung ist für mich eine überzeugende Antwort auf die Diskussion über die 'aktive Sterbehilfe'. Ich sehe deshalb eine wichtige politische Aufgabe darin, die Hospizarbeit weiter zu stärken», sagte Gönner. Im vergangenen Jahr haben die Krankenkassen die Hospizdienste mit rund 1,7 Millionen Euro und damit rund 42 Prozent mehr als im Vorjahr bezuschusst, heißt es aus dem Sozialministerium in Stuttgart. Die Ministerin verweist unterdessen jedoch darauf, dass die für die Hospizförderung zur Verfügung stehenden Gelder nicht voll abgerufen würden. Sie wies darauf hin, dass landesweit drei so genannte ServicePoints vor allem den kleineren und neu gegründeten Hospizgruppen die notwendige Starthilfe und Unterstützung geben, um die Kriterien der Kassenförderung zu erfüllen und die benötigte finanzielle Unterstützung zu erhalten. Der Förderetat der Krankenkassen steige bis 2007 stufenweise auf jährlich bis zu 3,4 Millionen Euro. hjr  

 
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