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14.10.2004 - 14:39

Servicestellen bei Behinderten weitgehend unbekannt.

Hannover (kobinet) Schwere Mängel und Desorganisation bei den im Jahr 2001 eingerichteten gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger für behinderte Menschen kritisierte heute der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen, Karl Finke, in Hannover. Nach drei Jahren, so Finke, wüssten viele Betroffene noch immer nichts über das Serviceangebot in ihrer Nähe und können es folglich auch nicht nutzten. «Es kommt sogar vor, dass nicht einmal die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Servicestelle wissen, dass ihr Rehabilitationsträger gleichzeitig Servicestelle ist», moniert der Behindertenbeauftragte.

Die gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger für behinderte oder von Behinderungen bedrohte Menschen sollen nach dem Willen des Gesetzgebers Anlauf- und Beratungsstellen für die betroffenen Menschen sowie Koordinierungsstellen für das Reha-Geschehen in der Region sein. Getreu dem Motto «die Akten sollen laufen und nicht der behinderte Mensch» soll ein ständiger Ansprechpartner in der Servicestelle vor Ort alle stationären und ambulanten Maßnahmen für die behinderten Menschen, die seinen Rat suchen, koordinieren. «Aus Erfahrung weiß ich aber, dass viele Servicestellen in der Praxis noch sehr weit von ihrem gesetzlichen Auftrag entfernt sind», sagt Karl Finke. Eine Rahmenempfehlung aus dem Jahr 2001 halte die Servicestellen ausdrücklich dazu an, eng mit Behindertenvertretern und der Selbsthilfe zusammenzuarbeiten. Zahlreichen Rehabilitationsträgern sei sogar unbekannt, dass sie gleichzeitig auch Servicestellen sind und in dieser Funktion speziell beraten müssen. Außerdem würden Einrichtungen teilweise über keinen eigenen Eintrag im Telefonbuch verfügen. So würden viele behinderte Menschen nicht auf sie aufmerksam, so Finke. hjr
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Jürgen Schmitt schrieb am 14.10.2004, 18:20

Servicestellen weitgehend unbekannt

Eine Auflistung der gemeinsamen Servicestellen für behinderte Menschen finden Sie im Sozialportal www.sozialportal.de in der Rubrik Rehabilitation.

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