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kobinet-nachrichten 16.10.2004 - 09:33
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Beim Internetpreis Barrierefreiheit nicht gefragt

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Berlin (kobinet) Für den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am 12. November in Bremen zu vergebenden Deutschen Internetpreis spielt Barrierefreiheit offensichtlich keine Rolle. Keine der Webseiten von den sieben für den Preis nominierten Unternehmen erfüllt die Mindestanforderungen von W3C und BITV, erfuhr heute die kobinet-Redaktion. Die bei einem Test angelegten Standards, die als gängige Kriterien für einen modernen Gepflogenheiten folgenden Auftritt im Netz gelten, wurden auch nicht annähernd erreicht. «Kleine und mittelständische Unternehmen, die nach dem Gesetz natürlich nicht an die hohen Anforderungen der Behörden aus der Verordnung über barrierefreie Informationstechnik gebunden sind, sollten im Interesse ihrer Kunden allen zugängliche Information bieten», meinte Diplom-Informatiker Hubertus Thomasius. Barrieren auf den Webseiten versperrten den Weg zu einem möglicherweise interessanten Kundenkreis und schadeten dem Geschäft. Den Deutschen Internetpreis verleiht das Bundesministerium gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft an kleine und mittlere Unternehmen für innovative Internet-Anwendungen. Aus den in diesem Jahr von 508 Unternehmen eingereichten Bewerbungen werden die besten drei Konzepte prämiert. Das Schwerpunktthema 2004 lautete «Digitale Prozessketten im Mittelstand». Die Preisverleihung findet zur Eröffnung des Jahreskongresses der Initiative D21 («Fit fürs Informationszeitalter») statt. Bundeskanzler Gerhard Schröder wird erwartet, den mit je 50.000 Euro dotierten Preis für die drei besten Internet-Anwendungen zu überreichen. Der Wettbewerb war am 11. März von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement gestartet worden. sch  

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