
Kassel (kobinet) Seit diesem Wochenende haben zwei weitere Restaurants in Kassel Speisekarten parat, die auch von blinden und sehbehinderten Gästen gelesen werden können. Zum Tag des weißen Stockes hatte der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter - fab e.V. deren Angebote in Blindenschrift und Großschrift für Sehbehinderte übertragen. In einer Umfrage unter Betroffenen ermittelte der Verein zuvor die zwei beliebtesten Gaststätten. «Ab jetzt können blinde und sehbehinderte Menschen im Boccaccio in der Querallee 36 und im Allegro in der Friedrich-Ebert-Straße 78 eine Speisekarte in Großschrift oder Blindenschrift verlangen. Weitere Gaststätten können folgen», so Stefan Collet vom fab e.V. gegenüber kobinet. In Kassel ist die Auswahl an Restaurants mit Speisekarten für blinde und sehbehinderte Menschen immer noch sehr gering. Bislang gab es nur das Kasselaner Brauhaus, Pancake, Matterhorn-Stübli und das Café Lichtblick, die eine Speisekarte in Blindenschrift besitzen. In den anderen Gaststätten sind Sehbehinderte darauf angewiesen, dass ihnen vorgelesen wird. Auch bei stark Sehbehinderten hilft meistens die beste Lupe nichts, weil die Schrift zu klein ist sowie Schrifttyp und Kontrast zu schwer zu erkennen sind. «Wenn weitere Kasseler Gaststätten als Beitrag zur Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen», so Collet, «ihre Speisekarte in Blindenschrift übertragen möchten, können sie sich telefonisch an den fab e.V. unter der Nummer 05 61/7 28 85-0 wenden.» sch