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03.11.2004 - 08:37

Berliner Metrolinien fast rund um die Uhr.

Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl Berlin (kobinet) Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wollen sich die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf die sich wandelnden Ansprüche ihrer derzeit rund 2,4 Millionen Fahrgäste einstellen. So genannte Metrolinien sollen zugleich wirtschaftlich effektiver operieren. Vom Spontanzusammenschluss «Mobilität für Behinderte» und vom Berliner Behindertenverband ist konstruktive Kritik zum neuen Verkehrskonzept vorgebracht worden. «Wir wollen sicher sein, dass barrierefreie Verbindungen zunehmen und nicht etwa eingeschränkt werden, wie das beim gegenwärtigen Stand der Planungen zum Beispiel mit dem 133er Bus von Tegel nach Spandau geschehen würde», sagte heute Ursula Lehmann vom Rolliklub TouringWandern gegenüber kobinet. Detaillierte Vorschläge von Behindertenvertretern aus der Arbeitsgruppe Bau und Verkehr hat die zuständige Senatsverwaltung der BVG übersandt. Während die neuen Metrolinien vom 12. Dezember an jeden Tag mindestens 20 Stunden lang auf wichtigen Verkehrsachsen in dichtem Takt verkehren sollen, sind im Gegenzug Streichungen im so genannten Ergänzungsnetz geplant. Metro meint hier nicht die U-Bahn oder den gleichnamigen Handelskonzern. Bus- und Straßenbahnstrecken werden so benannt, weil sie wichtige Stadtverbindungen bedienen sollen. «Ein zentrales Element des Konzeptes sind die 24 neuen MetroLinien. Sie werden auf den wichtigen Verkehrsachsen eingesetzt, die von U- oder S- Bahnen nicht bedient werden, fahren 20 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und tagsüber mindestens im 10-Minuten-Takt», so die BVG. Die Flächenversorgung bleibe gewährleistet, die Verknüpfung zwischen U-, S-Bahnen und Bussen verbessere sich mit «BVG 2005 plus». Mehr als 1500 Besucher haben sich in den vergangenen beiden Wochen im Flughafen Tempelhof über das geplante Metroliniennetz informiert. Dabei habe es sowohl Zustimmung für die neuen Verbindungen als auch harsche Kritik für wegfallende Leistungen gegeben, so der christdemokratische Abgeordnete Alexander Kaczmarek vom Verkehrspolitischen Informationsverein, der die Ausstellung organisiert hatte. Künftig erhöhte Umsteigehäufigkeit im neuen Netz sei vor allem für ältere und gehbehinderte Fahrgäste ein Problem. Berlin ist eine dynamische Stadt. Verkehrsströme haben sich in den letzten zehn Jahren stark verschoben: andere Arbeitsorte, neue Wohngebiete, spätere Einkaufszeiten, mehr Nachtverkehr. Mit ihrem neuen Verkehrskonzept sollte sich die BVG auch weiterhin auf die zunehmende Zahl von Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität einstellen, die in der Stadt leben oder sie besuchen. Barrierefreier Verkehr ist ebenso modern wie der Einsatz umweltfreundlicher Verkehrsmittel, die mit dem Wasserstoffbus (kobinet 2.11.04) bereits im Linienverkehr getestet werden.  

 
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