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04.11.2004 - 12:43

Kampagne machte Stopp in Jena.

Von Barbara Vieweg Jena (kobinet) Im Rahmen des 14. Selbsthilfetages machte die Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder» gestern in Jena Station. Pflege zu Hause - Wie kann das gehen? Oft wird der Bedarf nach Hilfe besonders bei alten Menschen verbunden mit der Unterbringung in einem Heim oder einer 0815 Satt - und - sauber - Pflege im Minutentakt. Elke Bartz, den Jenaerinnen und Jenaer, als vielreisende Aktivistin der Behindertenbewegung vorgestellt, informierte die Anwesenden über die persönliche Assistenz und das Arbeitgebermodell. Was sich zunächst bequem anhört, nicht mehr Einkaufen müssen, nicht mehr Kochen müssen, nicht mehr Waschen müssen, wird bei bevormundender Hilfe oft zu einem nicht mehr Dürfen. Die Anstellung von Assistenten im eigenen Haushalt, bewahrt eigene Entscheidungsbefugnisse und Kompetenzen. Kompetenzen, so Bartz, sind nicht davon abhängig, ob ich alles selbst noch kann, sondern ob ich sagen kann, wann, wo und vor allem wie ich die Hilfe benötige. Unter den Teilnehmenden war auch Jenas Bürgermeister Schwindt, der sich besonders für die arbeitsmarktpolitischen Effekte durch das Arbeitgebermodell interessierte. Elke Bartz machte hier deutlich, dass Vertrauen für eine gute persönliche Assistenz wichtig ist, so muss es eine Auswahl unter Bewerbern für Assistenz geben und nicht eine zwangsweise Zuweisung. Aber natürlich können durch die Anstellung von Assistentinnen und Assistenten bei behinderten Menschen auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Nur weil jemand alt ist, hilfebedürftig wird, muss er noch lange nicht in einer Institutionen leben. omp  

 
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