
Mainz (kobinet) Am Dienstag, den 9.11. führt das Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) ab 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung über die Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens von behinderten Menschen außerhalb von Sondereinrichtungen durch. Die Veranstaltung findet in den Räumen des ZsL in der Rheinstraße 43-45 in Mainz statt. Referent ist der Behindertenrechtler und Publizist Ottmar Miles-Paul aus Kassel, der die Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder» für das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen koordiniert. «In Deutschland leben mehr als 160.000 behinderte Menschen in Behinderteneinrichtungen - und diese Zahl steigt stetig an. Während es in anderen Ländern wie zum Beispiel in Schweden weitgehend gelungen ist, behinderten Menschen ein Leben in der Gemeinde zu ermöglichen, tun wir uns hierzulande mit der Förderung von mehr Selbstbestimmung für behinderte Menschen in diesem Bereich noch sehr schwer», heißt es in der Ausschreibung für diese Veranstaltung. Ende September wurde eine bundesweite Kampagne für ein Leben von behinderten Menschen außerhalb von Sondereinrichtungen und in der Gemeinde unter dem Motto «Marsch aus den Institutionen - Reisst die Mauern nieder» gestartet. Die Forderung ist dabei klar: «Kein Cent mehr für die Aussonderung behinderter Menschen». «Mit dieser Veranstaltung wollen wir auch im Raum Mainz den Diskussionsprozess über die Kampagne und für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen außerhalb von Behinderteneinrichtungen fördern», erklärte Gracia Trapp vom ZsL Mainz. hjr