
Frankfurt/Main, Mainz (kobinet) Dass die Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder» stetig an Fahrt gewinnt zeigte sich gestern daran, dass gleich in zwei Städten Veranstaltungen stattfanden, während denen für den Marsch aus den Institutionen von behinderten Menschen geworben wurde.
In Frankfurt referierte die Vorsitzende des Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V. -, Elke Bartz, über die Möglichkeiten der Nutzung des Persönlichen Budgets für behinderte Menschen. Die Stadt Frankfurt hatte dabei SachbearbeiterInnen der Sozialhilfeträger und MitarbeiterInnen von Behinderteneinrichtungen zu einer Fortbildung eingeladen. «Das Persönliche Budget stellt eine wichtige Finanzierungsmöglichkeit der Zukunft dar, die eine wichtige Rolle bei der Deinstitutionalisierung behinderter Menschen spielen kann. Das Persönliche Budget bietet dabei eine Bandbreite von Möglichkeiten, die von der Inanspruchnahme niedrigschwelliger Angebote bis hin zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen in den einen vier Wänden reichen», so Elke Bartz.

Nur wenige Kilometer von Frankfurt entfernt stellte der Koordinator der Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder», Ottmar Miles-Paul, in Mainz die Kampagne bei einer Veranstaltung des Mainzer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen vor.
Miles-Paul machte dabei deutlich, dass es nach dem Blitzstart der Kampagne mit mehr als 25 Veranstaltungen und Aktionen seit dem Beginn Anfang September jetzt darum gehe, möglichst viele MitstreiterInnen dafür zu finden. «Die Kampagne hat gerade erst begonnen und ist noch sehr im Fluss, also offen für viele Ideen und Aktivitäten. Hierfür brauchen wir viele MitstreiterInnen, wenn wir Erfolg haben wollen», so Miles-Paul. Dem Appell folgend wurden dann auch in der Diskussion viele Ideen gesponnen. Unter anderem wurde dabei angeregt, dass nicht nur Organisationen als Unterstützer für die Kampagne aufgenommen werden, sondern auch Einzelpersonen, um die persönliche Verbindung und Vielfalt deutlicher zu machen. Als erste Einzelperson, die die Kampagne unterstützt konnte der Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Sozialministerium Klaus Peter Lohest gewonnen werden. hjr