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18.11.2004 - 09:42

Schatzsuche nun auch in Köln.

Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl Berlin (kobinet) Die Nachricht aus Köln erinnert an einen berührenden Film, den der Norddeutsche Rundfunk (NDR) im Oktober zeigte. Nach dem Vorbild der Partnerschaftsvermittlung der Hamburger Stiftung Alsterdorf ermöglicht nun auch in Köln eine «Schatzkiste» Kontakte unter so genannten geistig Behinderten auf der Suche nach der Frau oder dem Mann ihrer Träume. Elsa und Olaf lernten sich auf diese Weise kennen. Zweieinhalb Jahre lang haben der Filmemacher Manfred Uhlig und ein Kamerateam des NDR Olaf und Elsa vom Moment der ersten Begegnung an begleitet. Ein Unternehmen mit ungewissem Ausgang wurde dokumentiert. Würden es die beiden wirklich bis zum Jawort schaffen? Uhligs einfühlsamer Film «Lust auf Liebe» zeigt, dass der Weg zur Trauung möglich, aber mit nicht wenigen Hindernissen gepflastert ist. Behinderte Liebe wurde am Bildschirm zum Thema. In Köln ist nun die Diakonie Michaelshoven dem Hamburger Beispiel gefolgt. Ein örtlicher Pressebericht schilderte das Beispiel einer 34-jährigen Mutter, die mit ihrer 2-jährigen Tochter nach schlechten Erfahrungen einen Lebenspartner finden will. Ihr zur Seite standen die Psychologin Petra Grützmann, Heilpädagoge Ludger Reinders sowie ehrenamtliche Helfer. «Hoffen wir, dass sich bald viele Schätzchen in der Schatzkiste finden», sagte Reinders der lokalen Presse. Die Partnerschaftsvermittlung arbeitet nach dem Vorbild der Hamburger Stiftung Alsterdorf. Ein Ausbau und eine bundesweite Vernetzung ist geplant. Interessierte können sich in die Datenbank eintragen lassen und sich mit Text und Foto vorstellen. Die Kölner Initiative entstand aus dem Michaelshovener Arbeitskreis Sexualität, Partnerschaft und Elternschaft. Besonders unter den Aspekten zunehmender Selbstbestimmung und Selbstständigkeit sei es wichtig, dass Menschen mit Behinderung ein soziales Netz auch außerhalb stationärer Einrichtungen aufbauen und nicht vereinsamen. Wer den Film über Elsa und Olaf in Hamburg gesehen hat, mag das sehr wohl verstehen.  

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