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kobinet-nachrichten
22.11.2004 - 07:00
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Rheinsberg (kobinet) Für die zukünftige Behindertenpolitik in Deutschland wird ein Teilhabeplan erarbeitet. Dies ist wohl das wichtigste Ergebnis einer «Zukunftskonferenz» unter dem Motto «Zukunft braucht Teilhabe», die vom 18.-20. November im Haus Rheinsberg stattfand. Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karl Hermann Haack, und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation hatten hierfür 64 VertreterInnen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen eingeladen. Mittels einer intensiven Zukunftskonferenz, die von Susanne Lörx und Dr. Gisela Hermes aus Kassel moderiert wurde, wurden wichtige Eckdaten für einen Teilhabeplan erarbeitet. An acht Tischen mit jeweils acht TeilnehmerInnen wurde mit einer Vielzahl von Methoden Visionen für eine zukünftige Behindertenpolitik skizziert, die die Grundlage für den Teilhabeplan bilden sollen. Die Auflösung der Behinderteneinrichtungen mit der Schaffung von alternativen Möglichkeiten für ein Leben in der Gemeinde, eine umfassende Barrierefreiheit, schulische Integration und mehr Bewußtseinsbildung zu Behindertenfragen, waren dabei nur einige der zentralen Visionen, die die zukünftige Behindertenpolitik prägen sollen. Es blieb jedoch nicht nur bei diesen Visionen, denn konkrete Ziele und erste Schritte zur Umsetzung wurden ebenfalls entwickelt. Dr. Christian Berringer vom Büro des Behindertenbeauftragten machte zum Schluss der Konferenz deutlich, dass dieses Treffen lediglich ein Auftakt für einen langen und wichtigen Prozess war. Es gehe nun darum, die Ergebnisse zusammen zu tragen und zu dokumentieren, um einen intensiven Prozess der Erarbeitung der zukünftigen Ziele und Handlungsschritte für einen Teilhabeplan zu erarbeiten. Hierfür sei die Unterstützung der unterschiedlichsten Gruppen und gesellschaftlichen Kräfte nötig, so sei es beispielsweise auch wichtig, dass diese Initiative der Erstellung konkreter Zielvorgaben für die Teilhabe behinderter Menschen auch auf die Länder und kommunale Ebene getragen werde. Im Sommer nächsten Jahres könne der erste Entwurf für einen Teilhabeplan eventuell bereits vorliegen, der dann letztendlich von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag verabschiedet werden sollte. omp
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