Kassel (kobinet) Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) will in seinen Sozialeinrichtungen und Verwaltungsdienststellen über das Land verteilt rund 100 «1-€-Jobs» anbieten. Dort sollen erwerbsfähige, langzeitarbeitslose Menschen Tätigkeiten übernehmen, die im öffentlichen Interesse sind, aber sonst nicht ausgeführt werden können.
Mögliche Einsatzfelder hat LWV-Landesdirektor Lutz Bauer dem Verwaltungsausschuss des LWV vorgestellt. «Mit den ‚1-€-Jobs' wird es möglich, gleich zwei wichtige Zielsetzungen zu verfolgen: Zum einen geben wir erwerbsfähigen langzeitarbeitslosen Menschen Chancen zu einer sinnvollen Beschäftigung, zum anderen profitieren behinderte und kranke Menschen von einer verbesserten Betreuung. Durch die Einsatzfelder stellen wir zugleich sicher, dass keine regulären Beschäftigungsverhältnisse verdrängt werden», sagte Bauer.
Ein Großteil der «1-€-Jobs» soll in den Zentren für Soziale Psychiatrie des LWV entstehen. Dort können die Menschen in den folgenden Bereichen wertvolle zusätzliche Dienstleistungen für behinderte und kranke Menschen erbringen:
- Hilfe bei der Betreuung und Grundpflege behinderter Menschen
- Begleitung behinderter Menschen bei Spaziergängen und Einkäufen
- Unterstützende Tätigkeiten in der Hauswirtschaft und Cafeteria
- Gartenpflegearbeiten
- Handwerks-, Hol- und Bringdienste
Auch in der Gedenkstätte für die Opfer der «NS-Euthanasie-Verbrechen» in Hadamar sowie in verschiedenen Verwaltungsbereichen sollen mehrere «1-€-Jobs» geschaffen werden. omp