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kobinet-nachrichten 26.11.2004 - 08:00
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Elke Vogel geht in Rente

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Bericht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul Bonn (kobinet) Die Leiterin des Referates «Förderung der Prävention und Selbsthilfe im Gesundheitswesen» im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Elke Vogel, feiert heute in Bonn ihren Abschied. Ab Ende November geht die engagierte Frau, die von vielen als «der gute Geist der Selbsthilfeförderung» bezeichnet wird, in Rente. Eine Reihe von VertreterInnen der Selbstbestimmt Leben Bewegung werden heute in Bonn bei ihrem Abschied dabei sein. Am 6.11.1939 in Bochum geboren, führten die Kriegswirren Elke Vogel über Berlin ins niedersächsische Bad Pyrmont. Nach der Rückkehr ihres Vaters aus der russischen Kriegsgefangenschaft siedelte die Familie 1954 nach Düsseldorf um. Nach Abschluss des Abiturs im Jahre 1959 folgte die Heirat im selben Jahr und die Geburt der drei Kinder in den Jahren 1960, 1962 und 1963. Seit 1967 lebt Elke Vogel in Bonn. Nach dem Abschluss ihres Psychologiestudiums begann Elke Vogel 1975 mit ihrer Arbeit im damaligen Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit, in dem sie verschiedene Funktionen ausübte. Als Geschäftsführerin der «Kommission zur Auswertung der Erfahrungen mit dem reformierten § 218 StGB» von 1975 bis 1980 oder als Leiterin des Grundsatzreferates Familienpolitik setzte sie nicht nur in beruflicher Hinsicht wichtige Akzente in der Frauen- und Familienpolitik. Denn ehrenamtlich engagierte sie sich über die Jahre hinweg zum Beispiel im Verein «Hilfe für Frauen in Not» und in der «Fraueninitiative 6. Oktober». Mit der Übernahme der Leitung des Referates «Förderung der Selbsthilfe und Partizipation behinderter Menschen» im Jahr 1984, das 2003 in das Referat «Prävention und Selbsthilfe im Gesundheitsbereich» umbenannt wurde, setzte sie auch in der Behindertenpolitik wichtige Akzente. Die Förderung der kritischen Auseinandersetzung mit behindertenpolitischen Themen lag ihr dabei stets sehr am Herzen. Angefangen von der Unterstützung der Aktivitäten des damaligen Forum der Krüppel- und Behinderteninitiaitiven, über die Selbstbestimmt Leben Bewegung, bishin zur Förderung von Maßnahmen zur Gleichstellung Behinderter haben Elke Vogel und ihre Abteilungen stets wichtige Impulse in der Behindertenpolitik gegeben und gefördert. Die neuen Ansätze in der Behindertenpolitik wie das Behindertengleichstellungsgesetz, die neuen Elemente zur Stärkung des Wunsch- und Wahlrechtes für behinderte Menschen im Sozialgesetzbuch IX, die wachsende Selbstvertretung von Menschen mit Lernschwierigkeiten und eine starke Bewegung für die Selbstbestimmung behinderter Menschen wurden also entscheidend von Elke Vogel und ihrer Abteilung unterstützt und sind ohne diese nur schwer vorstellbar. Wenn Elke Vogel heute ihren Abschied feiert, schlagen in vielen Menschen, die sie berührt, inspiriert und gefördert hat, zwei Seelen. Einerseits gönnen wir ihr alle diesen Wechsel und vor allem einen neuen und hoffentlich erholsameren, aber weniger spannenden, Lebensabschnitt. Andererseits vermissen wir ihre Offenheit für neue Ideen, Beweglichkeit für die Durchführung manchmal auch unkonventioneller Projekte und ihre Solidarität für die Selbstbestimmung und Gleichstellung behinderter Menschen schon jetzt. Josef Ströbl vom Netzwerk People First Deutschland hat dies wohl am besten mit der Hoffnung formuliert, dass sie vielleicht hin und wieder mal als Referentin zur Verfügung stehen könnte. Denn ohne das Engagement von Elke Vogel wäre die deutsche Behindertenpolitik um vieles ärmer. omp 

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