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kobinet-nachrichten 26.11.2004 - 13:20
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Immer mehr Behinderte brauchen Sozialhilfe

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Wiesbaden (kobinet) Im Jahr 2003 erhielten rund 1,6 Mill. Menschen «Hilfe in besonderen Lebenslagen» nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG). Das waren 3,3% mehr als im Jahr 2002, teilte gestern das Statistische Bundesamt mit. Für «Hilfe in besonderen Lebenslagen» wandte die öffentliche Hand netto 13,8 Mrd. Euro auf, 5,1% mehr als 2002. «Immer mehr Kranke und Behinderte in Deutschland brauchen zum Leben Sozialhilfe», lautet die Schlussfolgerung des Soziallotsen Werner Schuren.

«Hilfe in besonderen Lebenslagen» erhalten Menschen, die wegen einer besonderen Situation wie etwa Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit Unterstützung brauchen, weil sie die damit verbundenen Kosten nicht selbst oder aus anderweitigen Ansprüchen aufbringen können. 2003 machten die Ausgaben für die «Hilfe in besonderen Lebenslagen» 61% der gesamten Sozialhilfeaufwendungen aus, 2002 waren es 60% gewesen.

Den Angaben des Bundesamtes zufolge wurde 650.000 Menschen (40%) Hilfe bei Krankheit gewährt. Danach folgte die Eingliederungshilfe für 593.000 behinderte Menschen (37%) sowie für 323.000 Personen Hilfe zur Pflege (20%). 235.000 Menschen befanden sich in vollstationärer Pflege. Die Empfänger waren im Durchschnitt 73,5 Jahre alt und zu 69% Frauen. Bis zum In-Kraft-Treten des Pflegeversicherungsgesetzes war die Hilfe zur Pflege das wichtigste Instrument zur materiellen Absicherung bei Pflegebedürftigkeit. Auch heute noch sind viele Menschen, die keine oder nicht ausreichende Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, auf sie angewiesen. 2,4 Mrd. Euro wurden für diese Hilfeart aufgewandt. hjr
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