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26.11.2004 - 16:49

Kampagne in Volkshochschulen.

Köln / Karlsruhe (kobinet) Ottmar Miles-Paul, der im Auftrag des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) die Kampagne «Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder» koordiniert, warb an der Volkshochschule (VHS) Köln für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen mitten in der Gesellschaft. Grundlage seines Vortrages war das Antidiskriminierungsgesetz in Amerika und die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes in Deutschland. Doch nicht nur am Antidiskriminierungsgesetz mangelt es. «Zu einem chancengleichen Leben mit Behinderung gehört es, ambulante Hilfsangebote verschiedenster Art vorzufinden», betont Miles-Paul. Selbstbestimmung in stationären Einrichtungen sei kaum möglich. Zur gleichen Zeit als Miles-Paul in Köln referierte, stellte ForseA-Vorsitzende Elke Bartz das Arbeitgebermodell und die Persönliche Assistenz an der VHS Karlsruhe vor. Diese Veranstaltung wurde von der VHS in Kooperation mit «EFI», dem Verein Eltern und Freunde für Integration Karlsruhe durchgeführt. Eltern behinderter Kinder und behinderte Menschen selbst informierten sich darüber, welche ambulanten Möglichkeiten der Hilfenahme es gibt. Die herkömmlichen Angebote wie ambulante Dienste - mit all ihren Chancen und Grenzen - sind den meisten hinreichend bekannt. Daher stand das Arbeitgebermodell im Mittelpunkt des Abends. Für viele der Anwesenden taten sich damit völlig neue Perspektiven auf. «Meine Tochter soll mitten in der Gesellschaft leben können und keine Sondereinrichtungen besuchen müssen», erklärte eine Mutter. Bisher sei es gelungen, dass ihre Tochter Regelkindergarten und die Regelschule besuchen konnte. Die anwesenden Eltern von EFI waren von der Kampagne und der Arbeit des ForseA so angetan, dass sie erwägen, dem Verein beizutreten. hjr  

 
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