
Aachen (kobinet) Mit einem festlichen Gottesdienst im Aachener Dom hat das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat heute seine bundesweite Solidaritätskampagne eröffnet. Im Mittelpunkt der Aktion steht Kolumbien. In seiner Predigt rief der kolumbianische Bischof Jorge Alberto Ossa Soto dazu auf, aktiv gegen Krieg, Elend und Ungerechtigkeit in der Welt vorzugehen. Gerade sein von Vertreibung und Gewalt geplagtes Heimatland sei dringend auf die Solidarität der Christen angewiesen, sagte der Bischof der stark umkämpften Diözese Florencia im Süden Kolumbiens. Eigens für den Eröffnungsgottesdienst wurde vor dem Aachener Dom ein Mahnmal aus 2.000 gesammelten Schuhen errichtet, um auf das Schicksal der rund 2,5 Millionen Vertriebenen in Kolumbien aufmerksam zu machen. In der Adventszeit finden bundesweit mehr als 200 Veranstaltungen statt. Auf dem Programm stehen Benefizkonzerte, Ausstellungen und Diskussionsforen mit Experten aus dem In- und Ausland. Höhepunkt der Kampagne ist die Weihnachtskollekte in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands. Mit jährlich mehr als 4.200 Projekten und einem Gesamtvolumen von rund 56 Millionen Euro ist Adveniat die europaweit größte Hilfsorganisation für Lateinamerika. sch