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29.11.2004 - 11:45

Keine Diskussion mit Singer.

Jena (kobinet) Seit dem Bekanntwerden des geplanten Auftritts des äusserst umstrittenen Bioethikers Peter Singer bei einer Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Heidelberg am 11. Dezember laufen die Drähte mit Protesten gegen diesen Auftritt heiß. Der Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL e.V. - erteilte dem Institut nun eine klare Absage und stellte in einem Brief klar, dass diese nicht mit Peter Singer diskutieren wird. «Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben. Es ist nicht abhängig von bestimmten Eigenschaften und Fähigkeiten. - Peter Singer knüpft das Menschsein an Eigenschaften, Fähigkeiten, Empfindungen. - Peter Singer vertritt die Überzeugung, dass ein behindertes Kind in der Familie das Leid dieser Familie erhöht und die Freude vermindert. Diese und andere Thesen Singers greifen soweit in die Rechte behinderter Menschen ein, dass es uns unmöglich ist, mit dem Repräsentanten dieser Ideen auf einem Podium zu diskutieren», stellte die Bundesgeschäftsführerin der ISL e.V., Barbara Vieweg klar. Die ISL hatte hierzu vor kurzem sogar einen einhelligen Beschluss der Mitgliederversammlung gefasst. Die Positionen von Peter Singer haben sich nach Ansicht von Barbara Vieweg in den letzten 15 Jahren nicht verändert und so könne man auch nicht davon ausgehen, dass man auf einer Podiumsdiskussion etwas bei Peter Singer bewegen könne. «Politik ist auch symbolisch. Peter Singer ist das Symbol einer Lehre, die Behinderung mit Leiden gleich setzt, was vermieden werden kann - auch durch Tötung behinderter Kinder. Dies passt nur zu gut mit dem Abbau von Gesundheits- und Sozialleistungen zusammen. Solange Peter Singer diesen Zusammenhang nicht kritisch beurteilt, gibt es für uns mit ihm nichts zu bereden. Wir fordern daher das Deutsch-Amerikanische-Institut in Heidelberg auf, Peter Singer am 11. Dezember kein Podium zum Thema Menschenwürde und Forschung zu geben», so Barbara Vieweg. omp  

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