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30.11.2004 - 22:27

Konferenz in Nairobi für eine Welt ohne Minen.

Nairobi (kobinet) Am zweiten Tag der Revisionskonferenz zum Verbotsabkommen von Anti-Personen-Minen in Nairobi präsentierte Handicap International einen Bericht über die Rechte der Landminenopfer. Derzeit, so heißt es in einer Erklärung, gebe es schätzungsweise 300.000 bis 400.000 Überlebende von Landminenunfällen in mindestens 121 Ländern - und täglich alle 30 Minuten ein neues Opfer.

Nach Angaben von Handicap International seien die Mittel für die Opferhilfe in den letzten Jahren zurückgegangen und machen einen immer geringeren Anteil der Gesamtausgaben für Minenprogramme aus. Handicap International ruft deshalb dazu auf, mehr Gelder für Minenopfer bereitzustellen und fordert darüber hinaus internationale Zugeständnisse im Bereich der Reparation und Entschädigung.

«Überlebende von Landminenunfällen sind ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen. Selbst wenn eine Versorgung z.B. mit Prothesen möglich ist, müssen diese regelmäßig erneuert werden. Im Jahr 2003 gab es etwa 15.000 bis 20.000 neue Opfer in 65 Ländern. In 80% dieser Länder war die Opferversorgung mangelhaft, insbesondere im Bereich der medizinischen Dienste und Rehabilitationsmaßnahmen». Dies geht aus dem «Landmine-Monitor» hervor, der kurz vor der Nairobikonferenz veröffentlicht wurde.

Handicap International erinnert daran, dass das Verbotsabkommen für Anti-Personen-Minen vorschreibt, dass «jeder Staat, der die Möglichkeit dazu hat, Unterstützung für die Versorgung, Rehabilitation und soziale und ökonomische Reintegration von Minenopfern bereitstellen soll ...». Die Revisionskonferenz dieser Konvention biete einen Anlass, um die Regierungen an diese Verpflichtung zu erinnern. hjr
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