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01.12.2004 - 15:10

Reges Interesse an Persönlichem Budget in Halle.

Halle/Saale (kobinet) Auf reges Interesse stieß gestern in Halle bei der Auftaktveranstaltung der Veranstaltungsreihe «Selbstbestimmt Leben - so geht das» der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschlang - ISL e.V. - das Persönliche Budget. Ca. 80 TeilnehmerInnen hatten an der vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung unterstützten Veranstaltung zum UN Welttag der Behinderten im Stadthaus von Halle teilgenommen. Barbara Vieweg und Barbara Stötzer-Manderscheid von der Bundesgeschäftsstelle der ISL e.V. machten deutlich, dass sich mit der Idee des Persönlichen Budgets mehrere Beweggründe verbinden. Die Politik wolle damit einerseits sparen und Leistungen zielgenauer zur Verfügung stellen. Andererseits gehe es aber auch darum, die Leistungen für die NutzerInnen passender zu machen und ihnen mehr Wunsch- und Wahlrechte einzuräumen. Auf großes Interesse stieß dieser Ansatz in Halle vor allem bei Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Diese erhoffen sich mit dem Persönlichen Budget, ihre nötigen Hilfen gezielter auswählen zu können, dass sie für sie besser passen. Ottmar Miles-Paul, der als Koordinator der Kampagne Marsch aus den Institutionen an der Veranstaltung mitwirkte, plädierte dafür, dass es nun in der Behindertenpolitik darum gehen müsse, die vielen bisher weitgehend «unsichtbaren» behinderten Menschen in den Mittelpunkt zu stellen - nämlich diejenigen, die in Sondereinrichtungen meist am Rand der Gesellschaft leben müssen. «Wir brauchen dringend eine starke Bewegung, die den Marsch aus den Institutionen und das Leben in der Gemeinde unterstützt. Nicht die Menschen müssen dort hin kommen, wo die Hilfe ist, sondern die Unterstützung muss dorthin gebracht werden, wo die Menschen leben», so Miles-Paul. Am Donnerstag informiert die ISL e.V. in Rostock über die Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen. Eine Reihe weiterer Städte stehen noch bis Ende Februar auf dem Plan. elba 

 
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