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06.12.2004 - 08:00

Solidarität mit den Aktionen der Blindenverbände.

Erlangen (kobinet) Während in Düsseldorf gerade die Aktionen der Blindenverbände gegen die Streichung des Blindengeldes am Rande des CDU-Parteitages beginnen, haben eine Reihe von Behindertenverbänden ihre Solidarität mit den Blindenverbänden und den Aktionen erklärt. In Erlangen erklärte Barbara Vieweg von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL e.V.), dass diese Proteste die volle Unterstützung der ISL e.V. genießen. Es könne nicht sein, dass die CDU lang erkämpfte und bewährte Nachteilsausgleiche mit wenigen Handstrichen plötzlich vom Tisch wischt. Aus Hollenbach kam ebenfalls eine Solidaritätsbekundung vom Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.). Elke Bartz erklärte, dass es nicht angehe, dass wir einerseits Persönliche Budgets proklamieren und andererseits blinden Menschen genau dieses weggenommen werde. Dies treibe blinde Menschen wieder in die Armut und an den Rand der Gesellschaft; die CDU solle sich dafür schämen. Aus Florida meldete sich die Vorsitzende des Netzwerk Artikel 3, Dr. Sigrid Arnade, die dort gerade die Barrierefreiheit von Naturparks erkundet, mit einer Grußbotschaft an die Demonstranten. «Wir haben nicht über ein Jahrzehnt für die Gleichstellung behinderter Menschen gekämpft, damit die CDU nun mit wenigen Handstreichen bewährte Nachteilsausgleiche vom Tisch wischt. Wenn die CDU will, dass wir wieder ins Mittelalter der Behindertenpolitik abrutschen, dann nur zu. Sie braucht dann aber nicht mehr mit unseren Wählerstimmen zu rechnen». Auch das Netzwerk People First Deutschland unterstützt die Proteste blinder Menschen. «Wenn wir nicht füreinander einstehen, werden bald unser aller Rechte beschnitten. Wir stehen also voll und ganz zu den Protesten der Blindenverbände», erklärte Stefan Göthling, Geschäftsführer des Netzwerkes. omp 

 
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