
Von Ottmar Miles-Paul Kassel (kobinet) Olga Hasek war eine Beschäftigte des Kasseler Zentrums für selbstbestimmtes Leben Behinderter der ersten Stunde. Nachdem die 41jährige Frau letzten Mittwoch verstorben ist, wurde sie heute auf dem Kasseler Westfriedhof unter großer Anteilnahme beerdigt. Die lebenslustige Frau, die gerne mit dem Motorrad unterwegs war, gute Rockmusik liebte und viele Scherze machte, stand zwar nie in der ersten Reihe bei Protesten für Veränderungen. Sie hatte aber ein gutes Gespür für Ungerechtigkeiten und hat einen ganz wichtigen Beitrag für die Bürgerrechtsbewegung behinderter Menschen geleistet. Sie hat nämlich während der Zeit des Kampfes für das Benachteiligungsverbot behinderter Menschen und gegen das Flensburger Reiseurteil Anfang der 90er Jahre viele wichtige Zuarbeiten zum Versand von Aufrufen und die Koordination von Protestaktionen geleistet. Aufgrund ihres angeborenen Herzfehlers konnte man sie öfter früh morgens - und das zum Teil sogar an den Wochenenden - im Büro antreffen, weil dies für sie meist die besten Arbeitszeiten waren. Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben Behinderter wird die lebenslustige Frau vermissen, die viele Jahre die Verwaltung der Selbsthilfeorganisation geprägt hat. omp