
Heidelberg (kobinet) Unter dem Motto: «Rederecht für Peter Singer?» führt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL e.V. - am Freitag, den 10. Dezember 2004 eine Pressekonferenz mit einer kritischen öffentlichen Auseinandersetzung zum geplanten Auftritt von Peter Singer in Heidelberg durch. Die Veranstaltung findet um 13.00 Uhr im Deutsch-Amerikanischen Institut, Haus der Kultur, Sofienstraße 12, 2. OG in 69115 Heidelberg statt. «Am kommenden Wochenende wird der australische Bioethiker im Rahmen eines Symposiums des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Heidelberg zum Thema 'Menschenwürde und Forschung' auftreten. Der in Princeton lehrende Philosoph teilt vor dem Hintergrund seiner utilitaristischen Lehre die Welt in Leid und Freude. Wir sind der Überzeugung, dass seine Thesen zu Behinderung die Menschenwürde behinderter Menschen herabsetzen. Durch Sozialabbau und Kostendämpfung im Gesundheitswesen geraten behinderte Menschen unter einen starken gesellschaftlichen Rechtfertigungsdruck, den Singers Thesen noch verstärken», heißt es in der Einladung zur Pressekonferenz. Die ISL e.V. vertritt die Position, dass Peter Singer in Deutschland kein Podium erhalten darf. Das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) hält dagegen an seiner Einladung fest. Für die in der ISL e.V. organisierten behinderten Menschen ist es undenkbar, mit Peter Singer über ihr Lebensrecht zu diskutieren. Daher soll in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Direktor des DAI, Herrn Jacob J. Köllhofer, diese nunmehr schon seit mehreren Wochen geführte Auseinandersetzung öffentlich gemachen werden und die Fragen von Medienvertretern beantworten. omp Nähere Informationen gibt's bei der ISL e.V. unter 03641/234795.