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11.12.2004 - 13:30

ISL bezog Position zu Singer.

Heidelberg (kobinet) Auf der gestrigen Pressekonferenz in Heidelberg zum bevorstehenden Auftritt von Peter Singer stellten die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Veranstalter, das Deutsch-Amerikanische Institut ihre unterschiedlichen Positionen vor Vertretern der örtlichen Presse dar. «Der Begriff der Menschenwürde ist nicht beliebig dem Forschungsstand anpassbar», formulierten die ISL-VertreterInnen ihre Position. «Singer greift wie kein Anderer das Lebensrecht von Menschen mit Behinderung an. Dies ist für uns absolut indiskutabel. Singer bewegt sich mit seinen Thesen, behinderte Menschen unter bestimmten Umständen zu töten, außerdem außerhalb der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Er darf hier kein Rederecht erhalten», so die Position der ISL. Der Direktor des Deutsch-Amerikanischen Insituts, Jakob J. Köllhofer, hingegen wies die Vorwürfe weit von sich, dass er Singer ein Forum zur Verbreitung seiner Thesen biete. Mit Peter Singer nicht offensiv zu diskutieren sei ein großer Fehler der behinderten Menschen. Die Diskussion über das Lebensrecht behinderter Menschen im Sinne Singers werde zum Beispiel an deutschen Schulen schon längst geführt. Er forderte die ISL-VertreterInnen dazu auf die Veranstaltung zu besuchen, um in der ersten Reihe zuzuhören und Singer in einer anschließenden Diskussion mit den erhobenen Vorwürfen zu konfrontieren, um ihn damit schließlich zu entlarven. Der Mann sei lernfähig. Auch in einer im Anschluss der Pressekonferenz folgenden zweistündigen Diskussion zwischen den ISL-VertreterInnen und weiteren Mitgliedern des Deutsch-Amerikanischen Instituts kam es zu keiner Annäherung der Positionen. omp 

 
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