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14.12.2004 - 13:30

Protest ist Frage unseres Stolzes.

Wiesbaden (kobinet) Obwohl die Chancen bei der absoluten Mehrheit der CDU im Hessischen Landtag äusserst gering sind, dass sich am Entwurf für das Hessische Behinderten-Gleichstellungsgesetz noch etwas ändert, haben heute in Wiesbaden behinderte Menschen aus verschiedenen Städten demonstriert. «So aussichtslos unser Protest angesichts der politischen Mehrheiten in Hessen auch sein mag, es ist für uns eine Frage des Stolzes, dass wir heute nach Wiesbaden gekommen sind und unseren Protest zum Ausdruck bringen. Denn dieses Gesetz, das uns die CDU-Mehrheit im Landtag auftischen will, wollen wir nicht und das sagen wir auch ganz selbstbewusst und laut. Denn wenn die Gleichstellung nicht dort, wo die Menschen leben - nämlich in den Gemeinden, verbindlich vorgeschrieben wird, ist das Gesetz nicht das Papier wert, auf das es gedruckt wurde», erklärte der Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul heute bei der Kundgebung in Wiesbaden. Mit einem Bettelzug durch die Wiesbadener Innenstadt machten die Demonstranten deutlich, dass behinderte Menschen mit diesem Gesetz nach wie vor um ihre Gleichstellung vor Ort betteln müssen. Einer Zerreißprobe des Gesetzes hielt dieses nicht Stand, so dass einige Exemplare des Gesetzesentwurfes öffentlich zerrissen wurden. Zum Schluss der Kundgebung wurde auf das Gesetz gepfiffen bevor die DemonstrantInnen sich in den Landtag begaben, wo sich diese auf Einladung der Grünen aufwärmen und das Gesetz mit Landtagsabgeordneten und Verbänden diskutieren können. hjr 

 
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