
Berlin (kobinet) Betreutes Einzelwohnen für schwule Männer mit Behinderungen gehört zum neuen Projekt «Schwul mit Handicap». Darüber informierte heute Thomas Lohmann von der Schwulenberatung Berlin. Er verwies auf die Erfahrung dieser Männer von «doppelter Diskriminierung» wegen der Behinderung und ihres Schwulseins allgemein in der Gesellschaft, aber auch innerhalb der schwulen Szene. Schwule Männer mit Behinderungen fühlten sich von der Szene regelrecht ausgesondert, weil sie teils nicht den Körperbildern entsprechen, wie sie in der Öffentlichkeit zu sehen sind. So gibt es viele schwule Männer mit Behinderungen, die einsam, isoliert und zurückgezogen leben, und das oftmals schon viele Jahre. Ziel des neuen Angebotes ist es, sie bei einem eigenständigen und selbstbestimmten Leben zu unterstützen. Das Betreute Einzelwohnen in Berlin ist für schwule Männer über 18 Jahre mit geistigen, körperlichen und/oder mehrfachen Behinderungen möglich, die Anspruch auf Eingliederungshilfe haben. Darüber hinaus werden Einzel- und Paarberatung bei Problemen mit Barrieren im Alltag zum Beispiel zu den Themen Kontaktfindung, Tagesstrukturierung, Arbeit, Beschäftigung und Wohnen (persönlich, telefonisch, per E-Mail oder Hausbesuche) angeboten. sch Ansprechpartner Ludwig Raidl Schwulenberatung Berlin Mommsenstraße 45 Fon: (030) 23 36 90 94 Fax: (030) 23 36 90 98 www.schwulenberatungberlin.de Die Räume der Schwulenberatung sind nicht barrierefrei, aber bedingt rollstuhlgerecht