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17.12.2004 - 18:13

Solidarität mit Uwe Meister.

Kassel (kobinet) Die Nachricht, dass der in Schauenburg lebende Uwe Meister in einen Hungerstreik getreten ist, weil die Versicherung sich fortwährend weigert, die nötigen Assistenzkosten nach seinem Motorradunfall zu übernehmen, hat beim Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter - fab e.V. - große Betroffenheit ausgelöst. Der Verein solidarisierte sich daher heute mit Uwe Meister und unterstützt dessen Forderung. «Wir sind tief betroffen, dass im Deutschland des 21. Jahrhunderts jemand zum äussersten Mittel eines Hungerstreiks greifen muss, um sein Recht auf eine adäquate Assistenzabsicherung durchzusetzen. Dabei ist Uwe Meister kein Einzelfall, sondern eher jemand, der für seine Rechte kämpfen kann und dies damit auch für andere Betroffene tut», erklärte Uwe Frevert vom fab e.V. Der Verein solidarisierte sich mit dem Hungerstreikenden, der seinen Protest noch bis Weihnachten fortsetzen will und forderte die GVV-Versicherung in Köln auf, endlich für eine adäquate Absicherung der Assistenz für Uwe Meister zu sorgen. Dass es sich bei den Forderungen von Uwe Meister nicht um überzogene Forderungen handelt, machte dieser heute in einem Gespräch mit den kobinet-nachrichten deutlich. Ihm gehe es nicht darum, überzogene Forderungen durchzusetzen. Er wolle lediglich eine ausreichende Grundabsicherung seiner Pflege durch einen Pflegedienst, um seiner Frau endlich eine Entlastung nach über zwei Jahren Pflege und Aufgabe ihres Jobs zukommen zu lassen. Es könne nicht sein, dass die Versicherung immer neue Gutachten einfordere und damit das Verfahren verschleppe, um Geld zu sparen. «Im Kontakt zu anderen Unfallopfern habe ich erfahren, dass es auch vielen anderen Menschen so geht wie mir und dass die Versicherungen häufig ein ähnliches Spiel der Verzögerung betreiben, um Kosten zu sparen», so Meister. omp 

 
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