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kobinet-nachrichten 20.12.2004 - 19:21
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Ablasshandel bei Christdemokraten?

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Berlin (kobinet) Die christdemokratische Oppositionsführerin Angela Merkel hat heute eine Erklärung des Generalsekretärs ihrer Partei akzeptiert und ihn trotz heftigen innerparteilichen Drucks im Amt belassen. Laurenz Meyer habe «alle Fakten auf den Tisch gelegt» und mache seinen Fehler durch eine Spende wieder gut, sagte Merkel in Berlin. Auch in der deutschen Behindertenszene war die Affäre um den 56-jährigen Politiker und seine umstrittenen Zuwendungen vom Stromkonzerns RWE unter Kritik geraten (kobinet 20.12.04). Nach der Entscheidung von Angela Merkel wurde in Berlin von einem Rückfall in den «Ablasshandel des späten Mittelalters» gesprochen. Aus Kassel kam Widerspruch zu einer solchen Kommentierung. Damals wollten die Sünder sich vorher von ihren Missetaten freikaufen. Im Fall Meyers sei die Almosenspende erst dann angekündigt worden, als der Sündenfall schon ruchbar geworden war. Mit Spannung wird in der Behindertenszene verfolgt, für welchen gemeinnützigen Zweck der in seinem Amt bestätigte CDU-Generalsekretär spenden will. sch  

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Max Mütze schrieb am 21.12.2004, 21:15

SOS Meyer

Der Kassenwart der SOS-Kinderdörfer kann sich auf den Büßer-Scheck des Christdemokraten Meyer freuen. Ob Ablassprediger Tetzel damit zufrieden gewesen wäre? Der diplomierte Volkswirt hat ja nur einen Teil seiner umstrittenen Abfindungszahlungen zum Almosen freigegeben.

Ralf Sondermeyer schrieb am 21.12.2004, 15:18

In was für...

In was für einer Welt leben DIE eigendlich?

Mal ebend 60 oder 70 Tausend Euro in die Tasche gesteckt und aufgefallen...
Macht nix. Dann spende ich das eben.

Was für ein Verhältnis zur Wirklichkeit und Leben haben diese Menschen?
Während sie den Armen immer mehr zumuten (Hartz IV) meinen diese Leute mit einer Spende ist das vom Tisch. Wissen die eigentlich wieviel Jahre ein Behinderter Sozialhilfeemfänger oder ein Kleinrentner mit diesem Geld leben muß?

Sie haben jede Scheu und jede Scham verloren.

Meyer und Co haut ab in die Wüste!

Auf die Menschen darf man solche Leute nicht mehr loslassen. Bei Sand können sie nicht soviel Schaden anrichten.

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