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kobinet-nachrichten 22.12.2004 - 16:00
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Schreibtisch geräumt

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Berlin (kobinet) Vor gut drei Jahren trat der Richter am Bremer Sozialgericht Horst Frehe seinen Dienst beim Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Karl Hermann Haack angetreten. Heute hat der langjährige Aktivist der Behindertenbewegung seinen Schreibtisch geräumt. Ab April wird dieser wieder am Bremer Sozialgericht richten. Angefangen hatte alles mit einer vorübergehenden Freistellung für Frehe in der heißen Phase der Verabschiedung des Behindertengleichstellungsgesetzes auf Bundesebene im Herbst 2001. Damals trat Horst Frehe seinen Dienst beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karl Hermann Haack, an. Fortan mischte Frehe nicht nur kräftig in der Verwaltung und Arbeitsgruppe zur Verabschiedung des Gesetzes mit, sondern prägte die Behindertenpolitik entscheidend mit. So war es letztendlich auch kein Zufall, dass Horst Frehe Mitte 2002 zum Koordinator für das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen ernannt und dessen Freistellung vom Bremer Sozialgericht verlängert wurde. In dieser Funktion sorgte Frehe entscheidend dafür, dass der Grundsatz «Nichts über uns ohne uns» bei den Veranstaltungen zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen weitgehend umgesetzt wurde. Dass die Politik diesem Grundsatz und Tempo nicht immer folgen konnte, ist nicht Frehes Schuld, auch wenn dies ihn schwer beschäftigt hat. Nach Abschluss der Arbeiten für das Europäische Jahr hatte ihn Karl Hermann Haack in seinen Arbeitsstab berufen, so dass Horst Frehe in den letzten Monaten in den verschiedenen Bereichen der Behindertenpolitik mitwirken konnte. Von der Konferenz für einen Teilhabeplan, über die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, bishin zur Diskussion um ein Leistungsgesetz, Horst Frehe war dabei und prägte diese Entwicklungen. Heute hat dieser seinen Schreibtisch in Berlin geräumt und sich zurück in seine geliebte Heimatstadt Bremen begeben. Auch wenn er den kobinet-nachrichten gegenüber Wehmut über diese zu Ende gehende Phase in seinem Leben äusserte, hat Horst Frehe allen Grund, voraus zu blicken. Denn am 31. Dezember bricht dieser für eine fast dreimonatige Reise nach Thailand, Australien, Neuseeland und in die USA auf. Diesen Urlaub hat sich dieser auch wohl verdient, die kobinet-Redaktion dankt ihm für sein vielfältiges Wirken ganz herzlich. omp 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Ihsan Özdil schrieb am 23.12.2004, 18:52

Danke

Lieber Horst,
wir sind für Deinen unermüdlichen Einsatz und die daraus resultierenden Erfolge für die behinderten Menschen zu großen Dank verpflichtet. Wir hoffen, dass dieses beispiellose Aufeinanderzubewegen, von Politikern auf die Betroffenen, nicht einmalig war.
Ihsan Özdil
1. Vorsitzender des Vereis Behindertenselbsthilfe e. V. Coburg
& stellvertretender Vorsitzender „ForseA“

Ulrich Gödel schrieb am 23.12.2004, 14:57

Ein Dank zum Abschied

Mit einem großen Dankeschön für die überaus engagierte und fachkundige Arbeit der letzten drei Jahre im Sinne der Menschen mit Behinderungen verabschieden wir Horst Frehe in den wohlverdienten Urlaub.

Komm gesund und gut erholt zurück - die Behindertenbewegung in Deutschland braucht dich und deine guten Ideen noch...
Schönen Gruß

U. Gödel

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