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24.12.2004 - 07:19

MDK sieht Pflegemängel.

«Keine gesundheitlichen Folgen zu erwarten»

Von kobinet-Korrespondentin Elke Bartz



Der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK) in Baden-Württemberg hat bei knapp 10 Prozent der «Pflegefälle» einen deutlichen Verbesserungsbedarf festgestellt. Matthias Mohrmann, stellvertretender leitender Arzt des MDK sieht diese Pflegemängel sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich.

Laut Mohrmann ließen sowohl die Dekubitusvorsorge, als auch die Hygiene, sowie die Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr zu wünschen übrig. Eine Gefährdung der Gesundheit sieht er dadurch jedoch nicht. Im Gegenteil, die Hohenloher Zeitung vom 22. Dezember zitiert ihn mit den Worten: «Wenn man aber bedenkt, wie rasch in der Pflegeversicherung Personal und Leistungen aufgebaut wurden, ist dieser Wert nicht skandalös».

Im Südwesten werden laut Landesseniorenrat rund 211.000 pflegebedürftige, in der Regel alte, Menschen in «Heimen» und rund 144.000 ambulant von Angehörigen und / oder ambulanten Diensten versorgt. Wenn tatsächlich «nur» von 10 % an Missständen ausgegangen wird, sind rund 35.500 Menschen Opfer von Vernachlässigungen.
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