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30.12.2004 - 11:06

Knalltrauma durch Silvesterböller.

Berlin (kobinet) Der Gehörexperte Gerald Fleischer warnt heute in einem Interview mit der Berliner Zeitung vor möglichen Folgen der Feuerwerks-Knallerei. Vor allem Kinder müssen vor Silvesterknallern geschützt werden, so der Professor aus Gießen. In der Arbeitsgruppe Hörforschung an der Justus-Liebig-Universität wurden beispielsweise die Auswirkungen von Silvesterfeiern an bisher zehn Jahreswechseln studiert und dabei Personen untersucht, die Silvester wegen ihrer Hörprobleme in HNO-Kliniken eingeliefert wurden. Hauptverursacher der Gehörschäden waren Knallkörper, dicht gefolgt von Gaspistolen. In praktisch allen Fällen reichte ein einziger lauter Knall, um das Gehör zu schädigen. Prof. Dr. Fleischer riet Hobbyfeuerwerker in der Nacht der Nächte dringend davon ab, die Böller in geschlossenen Räumen zu zünden. «Vor allem Kinder müssen vor Silvesterknallern und Spielzeugpistolen geschützt werden. Aus unseren Erhebungen wissen wir, dass gerade sie lebenslange Hörschäden davontragen können. Wir haben 250 Schüler einer Grundschule in Gießen untersucht. Jedes zehnte hatte Hörschäden, die auf einen Knall zurückzuführen waren.» Eltern sollten am besten ganz auf die Knallerei verzichten. Wer sein Feuerwerk aber unbedingt zu brauchen meint, sollte es auf keinen Fall in geschlossenen Räumen veranstalten. Außerdem müsse vor allem der Abstand zu Knallkörpern oder Gaspistolen groß gehalten werden. sch  

 
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