
Mulfingen (kobinet) Die Initiative des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung für die Entwicklung eines Teilhabeplanes auf Bundesebene stößt beim Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen - ForseA e.V. - auf positive Resonanz. Die Entwicklung eines Teilhabeplanes müsse jedoch einen konkreten Rahmen für konsequente Reformen in der Behindertenarbeit und -politik zugunsten der Stärkung der ambulanten Unterstützung behinderter Menschen bieten. «Die Idee für einen Teilhabeplan ist deshalb so gut, weil dieser eine Perspektive für eine zukünftige Behindertenpolitik bieten kann, in deren Mittelpunkt die Selbstbestimmung und Gleichstellung behinderter Menschen steht. Daher muss die Entwicklung dieses Planes auch dazu genutzt werden, um einen konkreten Rahmen für den Abbau von aussondernden Einrichtungen und den Aufbau von ambulanten Unterstützungsmöglichkeiten für behinderte Menschen zu schaffen», erklärte die ForseA-Vorsitzende Elke Bartz. Daher müsse der mit einer Zukunftskonferenz in Rheinsberg im November letzten Jahres begonnene Prozess für die Entwicklung eines Teilhabeplanes nun in die Breite getragen werden. «Für einen guten Plan ist die konsequente Beteiligung der Betroffenen eine zentrale Voraussetzung, ebenso wie die Orientierung an der Integration und Selbstbestimmung behinderter Menschen», so Bartz. Das Forum fordert daher dazu auf, sich aktiv in den weiteren Prozess mit einzubringen und auch auf der Landes- und kommunalen Ebene für die Entwicklung von Teilhabeplänen zu streiten. «Es kann nicht sein, dass behinderte Menschen weiterhin in Behinderteneinrichtungen mit zum Teil massivsten Einschränkungen der Lebensqualität leben müssen, weil es keine ambulanten Alternativen gibt», so Bartz. omp