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kobinet-nachrichten 09.01.2005 - 06:00
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Wahlkämpfe mitprägen

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Jena (kobinet) Für die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland - ISL e.V. -, Barbara Vieweg, ist die Zeit gekommen, dass sich behinderte Menschen von der Position der Fordernden in die Position der Gestaltenden in der Politik bewegen. Die anstehenden Wahlkämpfe in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen böten dafür ein gutes Versuchsfeld, sich verstärkt einzumischen, um für das Superwahljahr 2006 gerüstet zu sein. «Wenn wir den Slogan 'Nichts über uns ohne uns' ernst nehmen und wollen, dass dieser auch von Anderen ernst genommen wird, kommen wir nicht umhin, uns auch selbst in die Politik einzumischen. Während es bereits gelungen ist, dass einzelne behinderte Menschen Mandate in Parlamenten erringen konnten, ist dies bisher jedoch lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein, dem viele weitere folgen müssen», betont Barbara Vieweg gegenüber den kobinet-nachrichten. Daher sei es wichtig, dass behinderte Menschen sich bei den anstehenden und für die politische Stimmung im Lande äusserst wichtigen Landtagswahlkämpfe in Schleswig-Holstein am 20. Februar und in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai so stark wie möglich einmischen. Wahlkampfzeiten seien für die PolitikerInnen äusserst wichtige Zeiten, so dass diese auch von der Behindertenbewegung intensiv genutzt werden müssten. «Dabei sollten wir uns jedoch nicht mit der Position des bloßen Forderns begnügen, sondern selbst den Marsch in die Strukturen antreten und uns in den Wahlkämpfen mit engagieren. Wer Prozesse mitgestaltet und mit den KandidatInnen für Siege streitet, wird auch nach der Wahl von diesen eher gehört und ernster genommen», so Vieweg. Für die ISL gibt es viele Formen, wie man sich sinnvoll in Wahlkämpfe einbringen kann. Diese reichen vom Besuch von Wahlveranstaltungen und dem Stellen von Fragen an die KandidatInnen, über das Ansprechen der PolitikerInnen an Wahlkampfständen und in deren Sprechstunden, bis hin zur Erstellung und Veröffentlichung von Wahlprüfsteinen und natürlich das Engagement in den Wahlkämpfen der Parteien, die den politischen Überzeugungen der Einzelnen am nähesten sind. «Wenn man einmal am Wahlkampfstand mit den KandidatInnen in Wind und Wetter gedient hat, ist es schwerer für diese, einen Morgen nicht mehr zu kennen bzw. die Belange Behinderter zu ignorieren», so Vieweg. omp 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

claudia berg schrieb am 10.01.2005, 09:58

Wir sind nicht zuübersehen

Hallo wir Eltern von der Eltern-AG im Bezirk Spandau sind bei uns im Bezirk schon politisch aktiv.

Die Parteien kennen uns schon und haben auch schon mit uns zurechnen.

Näheres könnt Ihr auch in unserer HP : www.eltern-ag-spandau.de lesen

Mit freundlichen Grüßen
C.Berg

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