Lüdenscheid (kobinet) Angesichts des lauter werdenden Rufs, auch eine Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen einzuführen, hat Hobbyfunker Hans-Werner Hoppe heute Bedenken geäußert und ein aktuelles Meinungsbild in das CB-PR-Boxennetz eingespielt. Zu den jetzt in der Presse aufgebrachten Spekulationen sagte der Vorsitzende der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion, Michael Müller: «Wer viel fährt, zahlt mehr - deshalb ist eine Maut für Pkw sinnvoll.» Es würde nicht darum gehen, dem Staat eine zusätzliche Einnahmequelle zu schaffen, sondern um Mobilität und Umweltschutz. Ähnlich äußerte sich Christoph Böhr, stellvertretender Vorsitzender der christdemokratischen Oppositionspartei: «Bei einer Pkw-Maut zahlen dann alle, die unsere Straßen befahren.» Es sei außerdem sinnvoll, über eine allgemeine Autobahnbenutzungsgebühr die Baufinanzierung der Autobahnen finanziell abzudecken. Bereits im Vorfeld der Lkw-Maut hatte der ADAC sein «Entschiedenes Nein zur Pkw-Maut» öffentlich gemacht. Die österreichische Partnerorganisation ÖAMTC lehnt ebenso deren Einführung ab. Menschen mit Behinderungen, die auf einen Pkw angewiesen sind, wären durch die Maut belastet. Die Behindertenverbände, so der Hobbyfunker aus Lüdenscheid, sollten sich allein schon unter der begründeten Forderung nach Mobilität für Menschen mit Behinderungen, gegen eine Pkw-Maut aussprechen. sch