
Berlin (kobinet) Der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, hat heute eine schnelle Realisierung der elektronischen Gesundheitskarte gefordert. «Die Karte hat viele Vorteile für die Patientinnen und Patienten. Sie verbessert die Arznei- und Therapiesicherheit, da auf ihr wichtige Informationen über Medikamente, Krankheiten und Therapieverläufe gespeichert werden, die im Notfall Leben retten können», erklärte Hirrlinger. Die Karte trage dazu bei, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und gefährliche Wechselwirkungen zwischen Medikamenten weitgehend auszuschließen. Die Datenhoheit liege beim Patienten, da dieser freiwillig entscheide, welche Diagnose und welche Medikamente gespeichert werden, sagte der VdK-Präsident. Er forderte, die Modellprojekte zur Erprobung der Einführung der Karte auf alle Bundesländer auszuweiten. Den vollen Effekt habe die Karte aber erst, wenn sie zur elektronischen Patientenakte werde. Nur dann werde das Ziel erreicht, nicht mehr am Patienten herumzudoktern, sondern sich gemeinsam um den Patienten durch schnellere und bessere Information zu bemühen und mehr Transparenz zwischen allen Beteiligten, zwischen Patienten, Ärzten, Apotheken, Kliniken und Krankenkassen zu schaffen. sch