Frankfurt a.M. (kobinet) Die bundesweit 556 gemeinsamen Servicestellen für Behinderte werden offenbar nur sehr wenig in Anspruch genommen, das berichtet heute die Ärzte Zeitung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) in Frankfurt zieht daraus die Schlussfolgerung, dass behinderte Menschen «mit den zum Teil undurchsichtigen und stark zergliederten Systemen der sozialen Sicherung» anscheinend besser zurecht kämen als man vermutet habe.
Mit den Servicestellen sollen behinderten Menschen im Rahmen des Soziagesetzbuches (SGB) IX fachliche Beratung über mögliche Hilfeleistungen angeboten werden. In der Zeit von Januar 2003 bis Juni 2004 erfolgten nach Angaben der BAR jedoch nur etwa 20.000 Beratungen. Die Mitarbeiter der Beratungsstellen, so heißt es, sollen künftig noch gezielter geschult werden, um das Angebot transparenter und effektiver zu machen. Ferner ist geplant, die Kooperation mit den Rehabilitationsträgern zu verbessern sowie die Entscheidungskompetenz und Verantwortlichkeit der Servicestellen auszubauen. hjr