
Frankfurt a.M. (kobinet) Angesichts aktueller Diskussion um Barrierefreiheit auf der Webseite Einfach für @lle geht Frantek in seiner Kolumne im Online-Magazin FORUM heute in die jüngere Geschichte. Als 1994 BIZEPS in Wien erstmals Nachrichten von und für behinderte Menschen ins Internet stellte, später Infos von Movado in Berlin zunächst im Bildschirmtext (Btx) der Deutschen Bundespost erschienen und 1997 das Online-Magazin FORUM des Frankfurter Clubs Behinderter und ihrer Freunde startete, schien alles noch ganz einfach. Ein Weg, schnell und relativ billig «behinderungsübergreifend» die Verständigung untereinander zu ermöglichen, war gefunden. Einfach für @lle - das ist eine schöne Vision von Barrierefreiheit. Doch für nicht wenige behinderte Menschen stimmt sie einfach nicht. Wer heute an Internetauftritten bastelt, hat es immer schwerer, wirklich barrierefreie Seiten ins Netz zu stellen. Einfach ist gar nichts! Immer neue Anforderungen müssen erfüllt werden. Angebote, Interessenten zu schulen, sind dagegen noch viel zu selten oder für viele nicht bezahlbar. Stattdessen tobt der Streit um ein Prüfsiegel für Barrierefreiheit. In der polemisch geführten Diskussion über eine Art Hauptuntersuchung Technischer Überwachungsvereine (Tüv) für Webseiten bleiben die Experten unter sich. Die davon Betroffenen können noch keinen Nutzen für sich darin erkennen. Von dem Pioniergeist früherer Zeiten ist nach Ansicht des Kolumnenschreibers heute in einer Diskussion wenig zu spüren, bei der es augenscheinlich auch um Pfründe aus öffentlichen Fördertöpfen geht. Jupp