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11.02.2005 - 16:57

Finanzieller Kollaps?.

Stuttgart (kobinet) Der neu gegründete Kommunalverband Jugend und Soziales in Baden-Württemberg befürchtet einen Kollaps wegen der steigenden Kosten in der Behindertenhilfe. Mehr ambulante Versorgungen seien gefordert, berichtet heute die Heilbronner Stimme / Hohenloher Zeitung. Eine Milliarde Euro würde die Behindertenhilfe jährlich landesweit kosten. 20.800 behinderte Menschen würden stationär und nur 6300 ambulant, beispielsweise im betreuten Wohnen, versorgt. Dies sei ein krasses Missverhältnis. Jährlich kämen 1400 weitere Leistungsberechtigte hinzu. Ganze Schulklassen von Menschen mit so genannten geistigen Behinderungen würden direkt nach Abschluss der Schulpflicht in die teuere stationäre Vollversorgung wechseln. Verbandschef Karl Röckinger will die steigenden Kosten durch eine verstärkte ambulante Versorgung auffangen, da diese erheblich kostengünstiger als die stationäre sei. Röckinger moniert, dass die Träger stationärer Einrichtungen über die die Pflegesätze gut finanziert seien, während die ambulanten Hilfen finanziell weniger gut ausgestattet seien Im Zuge der Verwaltungsreform wurden die beiden Landeswohlfahrtsverbände aufgelöst. Jetzt sind die Städte und Landkreise für die Behindertenhilfe zuständig. elba  

 
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