Gütersloh (kobinet) Wie die in Gütersloh erscheinende Neue Westfälische Zeitung berichtet, wird in Gütersloh derzeit an einem Projekt gebastelt, mit dem für Demenzkranken und für junge geistig behinderte Menschen eine Alternative zum Heim geschaffen werden soll.
Dem Bericht zufolge soll mitten in Gütersloh, neben der Gaststätte Brauhaus, ein Wohnprojekt für junge geistig behinderte und demenzkranke alte Menschen entstehen. Diese Initiative gehe nicht von professionellen Verbänden, sondern von Angehörigen der Betroffenen aus. Die Idee stammt von zwölf Familien, in denen 13 geistig behinderte Jugendliche im Alter zwischen 15 und 28 Jahren leben. Nach Gesprächen mit der Stadt, der AWO, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Betreuungsverein Daheim hat das Projekt nun Gestalt angenommen. Auf dem städtischen Grundstück neben dem Brauhaus sollen auf einer Grundfläche von 2.700 Quadratmetern zwei Gebäude entstehen. Dort sollen 16 Appartements oder kleine Wohnungen für an Demenz Erkrankte angeboten werden, 12 bis 14 für junge Menschen mit geistiger Behinderung und 15 für Menschen mit ganz unterschiedlicher Behinderung.
«Wir wollen auf keinen Fall, dass ein Ghetto entsteht, sondern im Gegenteil eine Durchmischung unterschiedlichster Bewohnergruppen und eine Öffnung zu Nicht-Behinderten», heißt es vonseiten der InitiatorInnen. Das von der Elterninitiative auf ein Volumen von etwa vier Millionen Euro geschätzte Projekt wird maßgeblich von der AWO getragen. Sie wird sich um eine Förderung durch Stiftungen wie «Aktion Mensch» bemühen. Die Betreuung der Bewohner soll der Verein Daheim übernehmen. omp