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06.11.2003 - 12:29

Autonom leben in Bayern.

München (kobinet) Unter dem Motto «Autonom leben statt 'fürsorgliche Belagerung'» veranstalten das Bayerische Sozialministerium, die Evangelische Akademie Tutzing und das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung am 11./12. November 2003 in Wartaweil/Ammersee eine Fachtagung zu diesem Thema. Das Ziel einer uneingeschränkten Teilhabe von behinderten Menschen am Wohnen, Arbeiten und Leben erfordere von Gesellschaft, Politik, Professionellen und den Menschen mit Behinderungen selbst ein Umdenken, so Bayerns Sozialministerin Christa Stewens. «Behinderte Menschen müssen die Chance haben, in der Zivilgesellschaft anzukommen und sie mit ihren Erfahrungen und Projekten mit zu gestalten», fordert Stewens. «Community Care», ein Leitprinzip aus dem angloamerikanischen Bereich, mache Schluss mit der Vorstellung, dass Menschen mit Behinderung Sonderbezirke und Schonräume brauchen. Anhand von innovativen Beispielen würden daher in der Tagung Integration, Empowerment und Partizipation als Leitwerte von «Community Care» aufgezeigt. Gemeinsam mit behinderten Menschen werden Pädagogen, Wissenschaftler, Ärzte, Architekten und Vertreter von Selbsthilfegruppen in Vorträgen, Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen - zum Beispiel das «Familienleben mit einem behinderten Kind», die «Behindernde Schule» oder die «Erfahrungen von Frauen mit (Körper-)Behinderung» - thematisieren. «Wir wollen zum einen Bilanz ziehen, inwieweit es bisher gelungen ist, Barrieren - egal welcher Art - zu beseitigen und wo diese für Menschen mit Behinderung leider nach wie vor alltägliche Erfahrung sind. Außerdem sollen Perspektiven für eine konsequente Überwindung behindernder Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen formuliert werden», kündigt die Bayerische.Sozialministerin an. Am 11. November um 20.00 Uhr werden Ministerin Christa Stewens, die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Ina Stein, der behinderte Schauspieler Dr. Peter Radtke und der behinderte Saxofonist Klaus Kreuzeder in einer Gesprächsrunde die Aufgaben der Behindertenpolitik diskutieren. hjr Nähere Informationen sind unter www.naund.bayern.de abrufbar.  

 
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