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06.11.2003 - 14:49

Johanniter bauen Rollstühle in Kenia.

Berlin (kobinet) Die Johanniter unterstützen seit Anfang November personell wie finanziell eine Rollstuhlwerkstatt in Kenia. Sie soll zu einer der größten in Ostafrika werden. «Rollstühle und Prothesen sind in Afrika ein Statussymbol, denn die wenigsten Menschen können sich diese orthopädischen Hilfsmittel leisten. Allein in Kenia benötigen rund 100.000 Menschen einen Rollstuhl», heißt es hierzu in einer Pressemitteilung der Johanniter Unfall Hilfe e.V. (JUH).

Es sei zu teuer, Rollstühle aus Deutschland zu exportieren. Gebrauchte Modelle seien nicht geeignet, weil sie zu schnell kaputt gehen und Ersatzteile nicht beschafft werden können. Das Team der Johanniter um Orthopädiemeister Marcel Baeriswyl hat sich auf die Verhältnisse vor Ort eingestellt und Rollstühle entwickelt, die in Afrika eingesetzt werden können. Es sind Dreiräder (Trelos), mit denen körperbehinderte Menschen beispielsweise auch Waren zum Markt transportieren und somit einer Arbeit nachgehen können.

«Derzeit sind in der Werkstatt in Nairobi und ihrer Filiale in Mombasa zwanzig Techniker angestellt, unter ihnen Mitarbeiter mit Behinderung. Sie können rund 40 Rollstühle pro Monat produzieren, geplant sind 200, nicht nur für Kenia. Schon für diesen Monat liegen 1000 Bestellungen vor», teilt JUH-Pressesprecher Martin Jochen Wittschorek mit.

Die Rollstuhlproduktion in Kenia ist ein Beitrag der Johanniter zur Kampagne «Gemeinsam für Afrika», zu der sich 26 Hilfsorganisationen in Deutschland zusammengeschlossen haben und vom 7. bis zum 9. November 2003 bundesweite Aktionstage organisieren (kobinet-nachrichten 05.11.2003). hjr
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